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AnführungszeichenMedizinische Rehabilitation erwirtschaftet einen volkswirtschaftlichen Ertrag

von Dr. rer. pol. Karl-Heinz Vornholt
Foto: Dr. rer. pol. Karl-Heinz Vornholt

Die Erfahrungen der jüngsten Vergangenheit, das heißt nach Inkrafttreten des Wachstums- und Beschäftigungsförderungsgesetzes und des Beitragsentlastungsgesetzes, haben gezeigt, dass qualifizierte medizinische Rehabilitation unter politischen Druck geraten ist. 
Dies hat meines Erachtens zwei wesentliche Gründe:

1.Es gibt nur wenige qualifizierte Studien, die belegen, dass medizinische Rehabilitation einen volkswirtschaftlichen Ertrag leistet und keine volkswirtschaftlichen Kosten verursacht.

2.Es gab keine scharfe Abgrenzung zwischen Kur und medizinischer Rehabilitation. Dies führte dazu, dass auch die medizinische Rehabilitation mit negativen Schlagworten wie „morgens Fango – abends Tango“ und „Kurlaub“ belegt wurde. 

Nach dem Entwurf eines Gesetzes zur Reform der gesetzlichen Krankenversicherung ab dem Jahr 2000 (GKV – Gesundheitsreform 2000) soll diese Abgrenzung nun endlich im Sozialgesetzbuch V erfolgen. 

Die Effektivität und die Effizienz der Rehabilitation konnte in den letzten 15 Jahren durch die Weiterentwicklung der fachlichen und qualitativen Grundlagen, wie institutionalisierte Rehabilitationsmedizin, Leitlinien für indikationsspezifische Behandlungskonzepte und Qualitätssicherungsprogramme, wesentlich erhöht werden. Die med. Rehabilitation erspart der Rentenversicherung in einem erheblichen Maße vorzeitige Zahlung von Frührenten. Sie trägt wesentlich dazu bei, Kosten in anderen Gesundheitssektoren zu sparen. Zudem wird einerseits die Lebensqualität chronisch kranker und behinderter Menschen durch Rehamaßnahmen erhöht. Zum anderen trägt die Rehamaßnahme dazu bei, gesamtwirtschaftliche Kosten zu reduzieren. Jedes gesundheitsbedingte vorzeitige Ausscheiden von Arbeitnehmern aus dem Erwerbsprozess bedeutet den Verlust von Investitionen. 
Die rehabilitationswissenschaftliche Abteilung des Verbandes Deutscher Rentenversicherungsträger hat in einer Stellungnahme zum Thema „Ökonomische Wirkungen der Rehabilitation“ belegt, dass sich Aufwand und Ertrag der medizinischen Rehabilitation der Rentenversicherungsträger wie 1 : 2,6 verhalten. Dies bedeutet, dass die jährlich 500.000 Erstrehabilitanden im Verlauf ihres weiteren Versicherten- bzw. Rentnerlebens rd. 17,3 Mrd. DM durch verlängerte Beitragszahlungen und verkürzte Rentenzahlungen als Folge der Rehamaßnahme einsparen. Wenn die bisherigen Grundsätze: „Reha vor Rente“ und „Reha vor Pflege“ Bestand haben sollen, dann darf nicht an der medizinischen Rehabilitation, sondern es muss durch die medizinische Rehabilitation gespart werden.Seitenanfang

Dr. rer. pol. Karl-Heinz Vornholt
Geschäftsführer 
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Tecosoft · aktualisiert Nov 07
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