 Trauma, Leiblichkeit und Salutogenese Perspektiven in der Behandlung von traumatischem und posttraumatischem Stress. 25. - 27. Februar 2000 Bad Zwesten (bei Kassel)
Die überwältigende Erfahrung von unkontrollierbarer Gewalt, die einen Menschen überfällt und die man als "Trauma" bezeichnet, ist eine Erfahrung, die man am "eigenen Leibe" erleidet, denn der Körper, der gefoltert, gequält, verletzt wird, ist der "ultimative Ort der Gewalt" (Foucault). Deshalb muss das Thema Leiblichkeit im Verstehen des Traumageschehens und seiner Folgen eine zentrale Stelle einnehmen. Nicht alle Traumatisierungen haben Folgen, sind Menschen doch evolutionsbiologisch dafür ausgestattet, mit Traumata fertig zu werden (coping) und protektive, salutogene Umwelteinflüsse zu nutzen, um traumatische Lebensereignisse zu überwinden. Auch die Perspektive der Schutzfaktoren und der Salutogenese ist deshalb für die Arbeit mit Traumaopfern von großer Bedeutung. Für die Menschen, die als Folge von Traumaerfahrungen eine posttraumatische Belastungsstörung oder eine Borderline-Erkrankung ausgebildet haben oder wo Traumatische-Stress-Störungen ein wichtiges Moment der Komorbidität z. B. bei Ängsten, Depressionen oder psychosomatische Störungen sind, müssen spezifische Diagnose- und Behandlungsstrategien entwickelt und eingesetzt werden. Das "1. Bad Zwestener Symposion für Traumatherapie und PTSD-Forschung" will in Vorträgen, Workshops, Arbeitsgruppen und Podiumsgesprächen für die konkrete Arbeit mit Traumapatienten und Posttraumatischen Belastungsstörungen Informationen zu theoretischen und methodischen Entwicklungen bereitstellen, kollegialen Erfahrungsaustausch fördern und behandlungstheoretische Weiterbildungsmöglichkeiten bieten. Veranstalter:
Hardtwaldklinik I Bad Zwesten Abt. Psychotherapie und Psychosomatik Ulrich Wolf Verein Ärztlicher Gestaltpsychothera-peuten (VÄGP) Birgit Landgrebe Society for the Exploration of Psychotherapy Integration (SEPI), Deutschland Michael Märtens Europäische Akademie für psychosoziale Gesundheit/Fritz Perls Institut, Düsseldorf Hilarion Petzold
http://wicker-kliniken.de/hardtwald1/kongress.htm INFORMATION
Dipl.-Psych. Angela Steffan Tel.: 0211-622344, Fax: 0211-614851 E-Mail: Forschung.EAG@t-online.de Tagungsort:
Hardtwaldklinik I - Dependance Abteilung Psychotherapie und Psychosomatik Werner Wicker KG Hardtstraße 31 34596 Bad Zwesten Beginn:
25.02.2000 11.00 Uhr Ende:
27.02.2000 13.00 Uhr Leitung:
Hilarion Petzold Hans Ulrich Wolf Information/Ansprechpartner:
Angela Steffan Kühlwetterstraße 49 D-40339 Düsseldorf Tel.: 0211-622344 Fax: 0211-614851 Email: Forschung.EAG@t-online.de Referenten:
Wolfgang Schüffel Ferdinand Lamprecht Georg Hüther Gebühr:
2 50.- incl. Verpflegung ohne Unterkunft. |