 
Vor 30 Jahren entstand die Idee, das bis dahin fast nur an Universitätskliniken vorhandene Angebot nuklearmedizinischer Leistungen auch im damaligen Sanatorium Wicker und darüber hinaus auch für die ambulante Patientenversorgung im Raum Bad Wildungen und Umgebung anzubieten.
Werner Wicker als Unternehmer und Prof. Dr. Dr. Graul als Wissenschaftler schufen mit dieser Konzeption ein Modell, dass Jahrzehnte später viele Nachahmer fand, nämlich ein hochtechnisiertes medizinisches Fachgebiet einerseits im Rahmen der stationären Betreuung von Patienten zu nutzen, andererseits diese Leistungen auch für die ambulante Patientenversorgung zu öffnen. Die zunächst im Untergeschoss des Stammhauses installierte Abteilung wurde mit modernstem technischen Gerät ausgerüstet, ein fachlich gut geschultes Team wurde aufgebaut. Dieses Prinzip der Leistungserbringung mit modernster Technik und einem hochqualifizierten Team wurde bis heute beibehalten und weiterentwickelt. Vor 25 Jahren übernahm Frau Dr. Graul die Leitung der nuklearmedizinischen Praxis, zu einem Zeitpunkt, als das Fachgebiet Nuklearmedizin in Deutschland gerade im Status nascendi war. Heute umfassen die Räumlichkeiten der Abteilung das gesamte Erdgeschoss des Anbaus, inkl. des früheren Cafe Bauer sowie Teile des Untergeschosses des Anbaus. 4 Ärzte und 6 Vollzeit-Mitarbeiterinnen und 5 Teilzeitmitarbeiterinnen sowie eine Azubi gehören zum Stammteam, das im letzten Jahr über 100.000 Leistungen erbrachte. Mit der Inbetriebnahme des PET (Positronen-Emissions-Tomographen) - das Wicker-Magazin berichtete hierüber in der letzten Ausgabe - wurde im Oktober wieder ein weiterer Meilenstein im Ausbau der Abteilung gelegt.
Dr. med. L. D. Gercke |