| Seit letztem Jahr wird in unseren Reha-Kliniken ein Qualitätsmanagement aufgebaut. Es handelt sich dabei um einen ganz neuen und umfangreichen Schritt in der Geschichte der Unternehmensgruppe. Bisher wurde über Qualitätssicherung im Gesundheitswesen schon viel diskutiert und etliche Maßnahmen umgesetzt. Neu für uns ist, dass neben großen Programmen, an denen unsere Kliniken teilgenommen haben (z.B. von den Rentenversicherungsträgern), nun ein Qualitätsmanagement in den Kliniken selbst aufgebaut werden soll. Man nennt dies "internes Qualitätsmanagement". In jeder Klinik ist eine zusätzliche Stelle für den Qualitätsbeauftragten geschaffen worden. Die Qualitätsbeauftragten haben ihre Arbeit mit sehr großem Engagement aufgenommen und viele Aufgaben schon erfolgreich umgesetzt. Sie sollen die erforderlichen Maßnahmen koordinieren und sie haben wichtige Aufgaben für die Information und Schulung der Mitarbeiter. Außerdem wurden in den Kliniken Lenkungsgruppen gegründet, die die Aufgaben erfassen und Maßnahmen planen. Eine der wichtigsten Aufgaben stellt die Klärung von Verantwortlichkeiten und Abläufen dar. Wer macht was? Wenn diese Dinge geklärt sind, werden sie in den sogenannten Handbüchern festgehalten. Es handelt sich dabei um einen Nachschlageordner für die Mitarbeiter. Hier können sie sich immer wieder über bestimmte Abläufe informieren. Besonders wichtig ist es, dass diese Regelungen von den Mitarbeitern zuvor selbst festgelegt wurden und später bei Bedarf geändert werden können. |
| Bei der Erarbeitung sollen sich die Kliniken gegenseitig unterstützen. So haben wir mit 11 Kliniken gleichzeitig begonnen. Wie man sieht, handelt es sich dabei um ein sehr großes Projekt. Der ein und andere Mitarbeiter hat die Sorge, dass mit solch einer Maßnahme sein Arbeitsplatz in Gefahr sein könnte. Dies ist natürlich in Anbetracht der wirtschaftlichen Situation und der noch vorherrschenden Reha-Krise verständlich. Viele Gespräche vor Ort mit den Mitarbeitern, in Versammlungen und auch mit den Betriebsräten waren und sind notwendig, um hier Aufklärung zu leisten. Ziel des Qualitätsmanagements ist es, auch noch morgen eine optimale Behandlung für die Patienten zu gewährleisten, die sich an dem medizinischen Fortschritt orientiert. Rationalisierung gehört nicht dazu. Ganz im Gegenteil ist zu vermuten, dass noch mehr engagierte und qualifizierte Mitarbeiter zur Erfüllung unserer gemeinsamen Aufgaben notwendig sind. Im Rahmen der bevorstehenden Gesundheitsreform sollen diese "internen" Qualitätssicherungsmaßnahmen in jeder Klinik und Praxis eingeführt werden. Was für uns zur Zeit eine Kür ist, wird in einigen Jahren damit zu einer Pflicht werden. Die Deutsche Gesellschaft für medizinische Rehabilitation (DEGEMED), zu deren Gründungsmitgliedern die Wicker-Unternehmensgruppe gehört, hat beschlossen, diese große Aufgabe jetzt schon anzugehen. Dahinter steht das Bemühen, die große Leistungskraft der Rehabilitation zu präsentieren und weiterzuentwickeln. Deshalb wurde ein eigenes Überprüfungsverfahren für Reha-Kliniken entwickelt. Diese Überprüfung nennt man Zertifizierung. Am Anfang wird eine sehr umfangreiche Prüfung vorgenommen, die dann mit etwas kleinerem Umfang jährlich wiederholt wird. Einige Kliniken in der DEGEMED haben solch eine Zertifizierung schon geschafft oder stehen kurz davor. Die erste Klinik war die Psychosomatische Fachklinik Bad Pyrmont. In der Unternehmensgruppe ist die Klinik Hoher Meissner zu nennen, die die Hürden zur Zertifizierung Anfang Juli genommen hat. Dazu möchten wir der Klinik und ihren Mitarbeitern ganz herzlich gratulieren. In der nächsten Ausgabe werde ich noch ausführlicher über das Qualitätsmanagement-Handbuch berichten. Dr. Thomas Lutzmann Qualitätsmanagementbeauftragter |