Am 19. April feierte die in Bad Sooden-Allendorf die feierliche Übergabe des + ISO 9001 Zertifikates und das 25 jährige Bestehen der Klinik. Herr Werner Wilhelm Wicker hat zu diesem Anlass eine Rede gehalten:
 | | Foto: Herr Werner J. Wilhelm Wicker |
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitarbeiter/innen, liebe Gäste,ich bin besonders gerne zu der heutigen Feierstunde gekommen. Dies ist ein besonderer Tag für die, zumal wir gleich 2 Anlässe haben: Wir begehen das 25-jährige Jubiläum der Sonnenberg Klinik, die im April 1975 neu eröffnet wurde und anlässlich dieser Feierstunde wird eine Zertifizierungsurkunde ausgehändigt werden, die eine Qualitätssicherung und zugleich einen Qualitätsbeweis darstellt, der in der heutigen Zeit nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. In einer Zeit, in der es im Gesundheitswesen oft ums nackte Überleben geht, hat ein solcher Qualitätsbeweis eine besonders große Bedeutung und sollte daher auch eine besondere Beachtung finden. Ich danke allen Mitarbeitern, die an dieser Qualitätssicherung mitgewirkt haben. Insbesondere Herrn Dr. Lutzmann, dem Chefarzt, Herrn Prof. Dr. Heim, den Oberärzten und Assistenzärzten sowie besonders Frau Doris Hellmold-Ziesenis, die als Beauftragte für Kommunikation und Qualität, durch ihre exzellente Arbeit einen wesentlichen Beitrag für den reibungslosen Ablauf des Zertifizierungsverfahrens geleistet hat. Aber vor allem auch Herrn Dr. Vornholt und meinem Sohn Michael für die rechtzeitige Ingangsetzung und Einleitung, dieses Zertifizierungsverfahren und seiner Begleitung. Alle Kliniken unseres Unternehmens sind ausgerichtet auf das Patienteninteresse. Der Mensch als Individuum steht im Mittelpunkt der Interessen. Neben gezielter Hilfe auf hohem medizinisch-therapeutischem Niveau soll der Aufenthalt in unseren Kliniken auch immer Hilfe zur Selbsthilfe sein. Wir wollen den Patienten fordern und fördern. Alle Wicker Klinik sind ausgerichtet auf Qualität. Erfolgreich ist unsere Arbeit nur, so lange wir wirtschaftlich denken und handeln und dies in einem ausgewogenen Verhältnis zu einer bestmöglichen Qualität schaffen. Erlauben Sie mir, abschließend noch einige kurze Ausführungen zur Unternehmensphilosophie, Leitbild und den Qualitätszielen. Die Geschäftsführung der Wicker Unternehmensgruppe hat gemeinsam mit 45 Führungskräften ihre Unternehmensphilosophie sowie die zentralen Grundsätze ihrer Geschäftsfelder und Aufgaben in den Unternehmensleitlinien und Leitsätzen für das Miteinander festgelegt. Regelmäßig werden aus dem Leitbild Qualitätsziele entwickelt um einen kontinuierlichen Qualitätsverbesserungsprozess zu gewährleisten. Somit ist mit der heutigen Überreichung der Zertifizierungsurkunden der Qualitätsverbesserungsprozess keinesfalls abgeschlossen aber es wurde ein wichtiger Meilenstein erreicht. Jetzt möchte ich gerne auf die 25-jährige Geschichte dieser Klinik und die Vorgeschichte bis zu ihrer Entstehung eingehen: - Am 1. August 1970 übernahmen wir das damalige Sonnenberg Sanatorium,
- die heutige - von der Familie Bödicker, die 300 m von hier entfernt liegt. - Das 300 m entfernte Sonnenberg Sanatorium wurde bereits damals mit onkologischen Patienten belegt.
- Da die Belegungskapazitäten nicht ausreichten wurde in den Jahren von 1973-75 das hiesige Haus mit 255 Betten errichtet.
- Der Name Sonnenberg Sanatorium wurde auf ausdrücklichen Wunsch der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte auf diese neue Klinik hier übertragen.
- Das neue Sonnenberg Sanatorium wurde am 1. April unter der chefärztlichen Leitung von Herrn Dr. Kettermann eröffnet.
- Wir haben hier in diesem Hause von Anfang an eine gute onkologische Medizin erfolgreich betrieben.
- Am 1. Januar 1979 wurde der Klinikname geändert von Sonnenberg Sanatorium in Sonnenberg Klinik.
- In den Jahren 1985 und 1986 wurde ein Erweiterungsbau mit insgesamt ca. 1600 qm errichtet. Dieser umfasst im Erdgeschoss Büroräume, den Personalspeiseraum, die Lehrküche und die Büros der Schreibabteilung. Im 1. Obergeschoss weitere Büroräume, das Labor und die psychoonkologische Abteilung.
- Ebenfalls im Jahr 1986 wurden 116 PKW-Einstellplätze auf dem Klinikgelände geschaffen. Im gleichen Jahr erfolgte die Verlegung der Station Kalesse, die den Namen einer ehemaligen Patientin der Klinik trägt, von der Station 5 auf die Station 1. Bereits im Juli 1980 genehmigten der VdAK Eschwege und die AOK für den Werra-Meißner-Kreis für die onkologische Akutversorgung einen gesonderten Pflegesatz.
- 1993 wurde ein zweiter Erweiterungsbau (Halle für Sport- und Bewegungstherapie mit ca. 200 qm, ein Multifunktionsraum mit ca. 90 qm, eine Werkstatt mit ca. 95 qm und ein Malstudio mit ca. 25 qm) in Betrieb genommen.
- 1995 erfolgte die Errichtung eines neuen Therapiebeckens zusätzlich zu unserem Schwimmbad.
- Das Sonnenberg Sanatorium des Jahres 1975 hat sich zu einer modernen hochqualifizierten onkologischen Rehabilitationsklinik mit überregionaler Ausstrahlung und Anerkennung entwickelt.
In ihr werden neben Heilverfahren Anschlussheilbehandlungen sowie stationäre Behandlungen für alle onkologischen Indikationen mit Ausnahme von ZNS durchgeführt. Hauptbelegungsträger ist die Bundesversicherungsanstalt für Angestellte. Daneben arbeiten wir eng mit allen Krankenkassen der gesetzlichen Krankenversicherung und mit einigen Landesversicherungsanstalten zusammen. Es besteht eine enge Kooperation mit den umliegenden zuweisenden Akutkliniken sowie einer Vielzahl niedergelassener Ärzte.
Die Klinik beschäftigt heute ca. 170 Mitarbeiter, davon - 13 Ärzte
- 27 Pflegekräfte
- 4 Diplom-Psychologen
- 3 Ernährungsberaterinnen
- sowie Krankengymnasten, Ergotherapeuten, Logopäden,
Sozialarbeiter, Bademeister/Masseure, MTA's, Arzthelferinnen, Arztsekretärinnen/Arztschreibkräfte und Stomatherapeutinnen.
DanksagungenIch danke allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einschließlich dem Chefarzt, Herrn Prof. Dr. Heim, den Oberärzten und Herrn Vlote, die durch ihre aufopferungsvolle Arbeit an den schwer betroffenen Patienten der den wesentlichen Anteil für die Leistungsfähigkeit dieser Klinik erbringen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter versorgen zunehmend schwerer erkrankte Patienten. Die Dokumentationspflichten werden immer umfangreicher. Dies bedeutet, dass sie als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stärker belastet werden. 
| Herr Dirk Vlote |
Hierfür danke ich Ihnen besonders. Die Politik ist gut beraten, wenn sie zur Kenntnis nimmt, dass qualifizierte medizinische Rehabilitation einen volkswirtschaftlichen Ertrag leistet und keine volkswirtschaftlichen Kosten verursacht. Die rehabilitationswissenschaftliche Abteilung des Verbandes Deutscher Rentenversicherungsträger hat in einer Stellungnahme zum Thema: "Ökonomische Wirkung der Rehabilitation" belegt, dass sich Aufwand und Ertrag der medizinischen Rehabilitation der Rentenversicherungsträger wie 1:2,6 verhalten. Dies bedeutet, dass 1,00 DM, die man in dieses System investiert, einen volkswirtschaftlichen Ertrag von 2,60 DM leistet. Dies bedeutet ganz konkret, dass die jährlich 500.000 Erstrehabilitanden im Verlauf ihres weiteren Versicherten- bzw. Rentnerlebens rund 17,3 Mrd. DM durch verlängerte Beitragszahlungen und verkürzte Rentenzahlungen als Folge der Rehabilitationsmaßnahmen einsparen.
Hieraus kann sich nur das Fazit ergeben: Nicht an der Rehabilitation, sondern mit Hilfe der Rehabilitation sparen! |