Rehabilitation nach Krebserkrankung im grünen Herzen Deutschlands
Eine wesentliche Bereicherung und entsprechende Anpassung an den vergleichbaren Standard
der Kliniken in den alten Bundesländern erfuhr die Nachsorge bei Krebserkrankung in Thüringen durch den Erwerb des ehemaligen Ferienhotels „Aus dem Nonnenberg“ durch Herrn Michael Wicker im Jahre 1991 von der Bundesfinanzverwaltung. Das war zugleich die Geburtsstunde der gleichnamigen GmbH & CO. KG. Am 16. Oktober 1991 begrüßten der Geschäftsführer und die damals 53 Mitarbeiter die ersten 45 Patienten auf das herzlichste. Diese kamen, ebenso wie ein Teil der heutigen Mitarbeiter,
aus zwei kleineren Nachsorgeeinrichtungen in Tambach-Dietharz und Tabarz.
Bereits im April 1992 war die Höchstkapazität von 132 Betten in 66 Doppelzimmern erreicht und das Fachpersonal natürlich dieser Belegung angepasst. Den greifenden ersten Stufen der Gesundheitsreform trotzend entschloss sich die Geschäftsleitung in den Jahren 1995 bis 1997, umfangreiche Investitionen bei laufendem Betrieb zu tätigen. Dem Wunsch nach Einzelzimmern, einem Hallenbad, nach neuer Diagnostik und Therapie wurde entsprochen und dabei
die Kapazität auf den heutigen Stand von 248 Betten in 228 Einzel- und 10 Doppelzimmern erweitert.
Werfen Sie getrost einen Blick auf die Zeitdokumente des Baugeschehens.
In der Zeit von April 1995 bis fast zum heutigen Tag wurden
weit über 45 Mio. DM in die Klinik investiert.
Die Inselsberg-Klinik liegt am Nordrand des Thüringer Waldes in 440 m Höhe und bietet einen herrlichen Blick auf Täler und Berge rund um den 916,5 m hohen Inselsberg. Natur, kompetente und individuelle medizinische Betreuung stellen die Grundlage für einen optimalen Behandlungserfolg dar!
Die Jahre 1997, 1998 und teilweise 1999 ausgenommen, hier musste wegen fehlender Patienten der Belegschaft betriebsbedingt gekündigt bzw. verkürzt gearbeitet werden, kann die Klinik eine kontinuierliche positive Entwicklung verzeichnen.
| Jahr |
Patienten |
Pflegetage |
| 1997 |
1.673 |
50.305 |
| 1998 |
2.245 |
57.099 |
| 1999 |
2.380 |
62.688 |
| 2000 |
2.566 |
66.680 |
Dieser Entwicklung wurde selbstverständlich auch mit einem kompetenten und motivierten
Personalstand entsprochen!
| Jahr |
Ärzte |
Psych. |
Pfleged. |
Physiother. |
Gesamt |
| 1997 |
10 |
4 |
22 |
15 |
123 |
| 1998 |
11 |
2 |
22 |
11 |
122 |
| 1999 |
12 |
3 |
21 |
13 |
129 |
| 2000 |
11 |
3 |
21 |
13 |
130 |
Die medizinische Betreuung erfolgt durch ein Team von Ärzten, Psychologen, Schwestern, Physiotherapeuten, Gestaltungs- bzw. Ergotherapeuten und einer Sozialarbeiterin, das langjährige Erfahrungen in der klinischen Onkologie und in der onkologischen Rehabilitation aufweisen kann. Das Behandlungskonzept entspricht den internationalen Niveau einer modernen Krebsnachsorgeklinik.
Die
Unterbringung der Patienten und des begleitenden Partners erfolgt in freundlichen Zimmern mit TV, Radio, Telefon, Dusche und WC.
Zu den Indikationen zählen:
Bösartige Geschwulsterkrankungen und maligne Systemerkrankungen
(Mammakarzinome, Uro-Genital-Karzinome, bösartige Tumoren der Verdauungsorgane), hämatologische Erkrankungen, Tumoren der Haut, der Atmungsorgane, des ZNS, der Schilddrüse und der endokrinen Organe.
Die Inselsberg Klinik ist Vertragsklinik der Bundesversicherungsanstalt für Angestellt (BfA ), besitzt einen Versorgungsvertrag nach § 111 SGB V, ist beihilfefähig und als AHB Klinik anerkannt.
Weitere Kosten- bzw. Belegungsträger sind die LVA, die Bundesknappschaft und andere Rentenversicherer sowie Primär- und Ersatzkassen.
Das diesjährige
Jubiläum ist natürlich auch Anlass, allen Partnern, den Patienten, den Kostenträgern, den einweisenden Ärzten in Akutkrankenhäusern und in der Niederlassung, den Sozialdiensten, allen Lieferern, den Baubetrieben, der Geschäftsleitung und natürlich den Mitarbeitern für die lobenswerte Kooperation sowie das Vertrauen in unsere Arbeit sehr herzlich zu danken!
Letzteren ist es auch zu verdanken, dass die Inselsberg-Klinik im März 2000 als erste Rehabilitationsklinik der neuen Bundesländer die Zertifikate nach DIN EN ISO 9001 und den Qualitätsgrundsätzen der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation (DEGEMED) überreicht bekam. Mittlerweile wurde dem Team ein steter Verbesserungsprozess im Qualitätsmanagementsystem sowie den Arbeitsabläufen durch das im April 2001 stattgefundene
Überwachungsaudit bestätigt.
Das ehrt uns sehr und ist zugleich Verpflichtung für die Zukunft!