Interne Auditoren treffen sich
von Dr. Thomas Lutzmann
Am 6. April des Jahres kamen fast 50 unserer ausgebildeten Internen Auditoren in Waldeck zusammen. Das Treffen diente einem Erfahrungsaustausch. Nach dem Beginn der Auditorenausbildung vor anderthalb Jahren war es auch an der Zeit, Bilanz zu ziehen.
Aber wer sind nun die internen Auditoren?
Interne Auditoren sind MitarbeiterInnen, die neben ihrer Arbeit an einzelnen Stunden oder Tagen ein Audit in einer anderen Abteilung oder Klinik durchführen. Bei diesen Audits wird überprüft, ob die Anforderungen der DEGEMED (oder auch der DIN ISO Norm 9001) in dem jeweiligen Bereich eingehalten werden. Dies geschieht zusätzlich zu den jährlichen Überwachungen der Zertifizierungsfirmen. Dabei handelt es sich um einen gewissen Zwischen-Check; ob auch alles in Ordnung ist.
Das besondere in unserem Unternehmen ist, dass die überwiegende Zahl der Audits nicht in der eigenen Klinik, sondern in anderen Häusern durchgeführt wird. Für die Auditoren, so war das Ergebnis unseres Treffens in Waldeck, ist dies angenehmer. Dadurch werden nicht die eigenen KollegInnen auditiert, was für den Auditor ziemlich kniffelig sein kann. Besonders dann, wenn nicht alles so optimal läuft und auch Kritik zu äußern ist, können für beide Seiten Probleme auftreten.
Die überwiegende Zahl der Auditoren war jedoch von der Tätigkeit so angetan, dass sie in Zukunft noch mehr Audits machen wollen. Im Durchschnitt hatten die Auditoren zwei Audits durchgeführt. Der Rekord lag jedoch bei 15 Audits. Sehr erfreulich war, dass die Akzeptanz der Auditoren in der eigenen Klinik, aber auch in den fremden Häusern als sehr hoch erlebt wurde.
Auch konnten Erfahrungen aus den Audits die eigene Arbeit in der Klinik unterstützen. 23 von 35 Auditoren äußerten, dass sie aus den Audits Anregungen der eigenen Klinik geben konnten, von denen viele umgesetzt wurden.
Auf der Tagesordnung des Treffens standen noch weitere spannende Themen. Was vielen unter den Nägeln brannte, war die Frage, wie man mit Abweichungen umgehen sollte. D.h., dass die Anforderungen der DEGEMED-Checkliste von einer Abteilung nicht erfüllt werden. Als Gastreferent war Herr Kaiser von der NIS-Zert
eingeladen. Er verwandelte sich in einen
Kellner, der es mit der Qualität nicht
ganz so genau nahm. Verschiedene Fehler
wurden anhand der Bedienung einer
Teilnehmerinnen demonstriert. Dabei
wurde an Mineralwasser nicht gespart.
Und die eine und andere Träne ist vor
Freude an der Darbietung geflossen.
Viele werden diese „Lektion“ nicht so
schnell wieder vergessen. Ein schönes
Beispiel dafür, wie viel Spaß
Qualitätsmanagement machen kann!