Von Michael Pfleger
Vom 06.06.-08.06.2001 fand in der Wicker-Klinik in Bad Wildungen ein dreitägiges Seminar mit Rüdiger Bauer, Bildungsreferent am Fortbildungsinstitut Kloster Irrsee, statt. Aus den psychotherapeutischen Abteilungen der Wicker-Gruppe nahmen 19 Pflegekräfte an diesem Seminar teil. Inhaltlich lag der Schwerpunkt auf dem Selbstverständnis der Pflege in der Psychosomatik. Pflege hat drei wichtige Themen als Grundlage:
Mensch, Umwelt und den Bereich um Gesundheit/ Krankheit/ Wohlbefinden. Wobei der Begriff des Wohlbefindens in der aktuellen Diskussion immer mehr an Bedeutung gewinnt.
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Foto: Wicker-Klinik
Bad Wildungen |
Sind diese Begriffe mit Inhalt gefüllt, kann sich ein Pflegeverständnis ableiten. Die Impulse aus der Arbeit an diesen Themen haben nicht nur persönlich berührt, sondern regten auch an, ein Konzept für psychosomatische Pflege in den einzelnen Häusern zu entwickeln. Im Mittelpunkt steht dabei der Ansatz für ein Konzept, das unter dem Begriff Beziehungspflege zusammengefasst werden kann. Einige Pflegewissenschaftlerinnen wie Peplau, Orlando, Watson haben dazu schon Mitte des letzten Jahrhunderts Arbeiten veröffentlicht.
Deutlich wurde bei der Auseinandersetzung mit der Theorie wie wichtig die Fähigkeit der einzelnen Pflegekraft zur Introspektion*1 und Reflektion*2 ist. An praktischen Übungen wurde die Methode der Klientenzentrierten Gesprächsführung nach C. Rogers deutlich gemacht. Neben der Arbeit mit diesen Themen war es eine Bereicherung mit Kolleginnen und Kollegen aus den anderen Kliniken in Kontakt zu kommen. Die Organisation war vorbildlich. Der Dank geht hier an Frau Denk-Börner, Bereichsleitung der Pflege in der
Psychosomatischen Abteilung der Wicker-Klinik, die die Idee für dieses Seminar hatte und die Organisation übernahm. Ein herzliches Dankeschön an die Geschäftsleitung, die diese Fortbildung wohlwollend unterstützte.
*1 Selbstbeobachtung der eigenen Erlebnis- und Verhaltensweisen
*2 zurückwerfen |
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| Foto: Gesprächsführung im Stationsalltag |