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|  |  | | | Berufliche Belastungen können unterschiedliche Krankheitsfolgen haben: depressive Zustände, Angstreaktionen, Schlafstörungen, Bluthochdruck, Schmerzen am Bewegungsapparat, Muskelspannungen, Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden, Herz- und Kreislaufstörungen, Infektanfälligkeit, Erschöpfung. Nicht selten ist die allgemeine Verunsicherung der gesamten Person, so die Gefühle von Versagen, Perspektivlosigkeit, Schuld, Sinnlosigkeit, Konzentrationsstörung, Unzufriedenheit, Antriebslosigkeit, Leistungsminderung, Resignation, Wut, Kränkung und Aggression. Dieser Zustand wird auch als burnout - Ausgebranntsein - bezeichnet. Der burn - out -Patient fühlt sich verändert. Diese Krankheitssymptome weisen darauf hin, dass beim burnout die seelischen und körperlichen Bewältigungsmechanismen erschöpft und überwältigt sind. Nicht selten mündet der Zustand in Arbeitsunfähigkeit. Die Krankschreibung verschafft vorübergehend Erleichterung, löst aber oft das eigentliche Problem nicht. Was sind die Probleme? Welche sind die häufigsten Berufskonflikte? Was macht den Berufsstress eigentlich aus? Wann tritt burnout auf? Es ist vielfach nachgewiesen, dass folgende Faktoren belastend sind und deswegen ein Krankheitsrisiko für das Entstehen von burnout darstellen: Überforderung oder Unterforderung, Rollenkonflikte im Beruf oder am Arbeitsplatz, Konflikte mit Kollegen und Vorgesetzten, Störungen des Arbeitsablaufes, häufige oder nicht gut durchgeführte Umstrukturierungen, Zeitdruck, Kundenunzufriedenheit, Angst vor Arbeitsplatzverlust, unsichere oder wechselnde Arbeitszeiten, Schichtarbeit, fehlende Anleitung, ungesunde physikalische Bedingungen (Licht, Temperatur, Lärm, chemische Belastung). Nicht selten kommt ein ganzes Bündel von Belastungen zusammen. Arbeitsplatzunabhängige Probleme können Stress zusätzlich bewirken und Auswirkungen auf die Berufstätigkeit haben: ungünstige Karriere, familiäre, gesundheitliche oder wirtschaftliche Sorgen, persönliche Unsicherheiten, negative biografische Ereignisse, Bildungslücken. Diese Faktoren lösen also burn - out mit aus. Sehr häufig wird ein schlechtes Arbeitsklima beklagt: Konkurrenzkampf, schlechte Kommunikation, aggressives und unkooperatives Verhalten, Mängel der Leitung. Arbeitsklima und burn - out hängen also eng zusammen. Ein schlechtes Arbeitsklima ist die Brutstätte für Mobbing also für das Rausdrängen einzelner vom Arbeitsplatz. Mobbing ist ein dramatischer, krankmachender und krimineller Prozess. Und nicht zuletzt gilt: Langzeitarbeitslosigkeit verändert die Persönlichkeit, macht krank. Berufstherapie klärt umfassend diese Fragen, hilft dabei, bessere psychische, körperliche und soziale Bewältigungsmöglichkeiten, bessere Arbeitsbedingungen und bessere Berufsperspektiven zu erarbeiten. Berufstherapie hilft, den Zustand von burn - out zu überwinden. Berufstherapie beinhaltet Gruppenarbeit zu den Themen „Berufskonflikte“, „Mobbing“, weiterhin das „Kompetenztraining“. Es kann auch um die Begutachtung der Leistungsfähigkeit gehen: Oft geht es um die Frage, wie das Ausscheiden aus dem Berufsleben zu gestalten ist. Das Motto der Berufstherapie heißt: „Besser gerüstet für das Arbeitsleben! Burn - out bewältigen, nicht in dem Zustand stecken bleiben!“ Burn - out ist ein Krankheitszustand. In den offiziellen medizinischen Diagnoselisten wird es in der Regel als Depression bezeichnet. Dr. med. A. Harrach Chefarzt der Abt. Psychotherapie Klinik am Homberg Herzog Georg Weg 2 34537 Bad Wildungen Telefon: 0 56 21/ 7 93-0 www.klinik-am-homberg.de |
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