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9. Ausgabe · Juli - Dezember 2003
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Stars im Kurhotel Hochsauerland 2010 Willingen
Stars im Kurhotel Hochsauerland 2010 Willingen
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Die Klinik am Osterbach in Bad Oeynhausen wurde 1991 von der Wicker-Gruppe übernommen und am 01.01.1992 als neurologische Rehabilitationsklinik eröffnet. Schon im Rahmen der Übernahme war erkennbar, dass die Klinik für die Indikation Neurologie - die Klinik wurde in den 70er Jahren für internistische und onkologische Patienten/Innen gebaut - modernisiert so wie auch in Teilen umgebaut werden musste. Von Seiten der Planung her mussten zwei große Fahrstühle eingebaut werden, die auch in der Lage waren bettlägerige Patienten/Innen zu befördern. Es sollten ca. 40 behindertengerechte Zimmer neu gebaut werden und auch die entsprechenden Therapieräume durch Neu - bzw. Umbaumaßnahmen fertiggestellt werden. Außerdem sollten die entsprechenden Elektro- und Sanitärleitungen erneuert werden und alle Patientenzimmer neu eingerichtet werden. Diese nicht unerheblichen Baumaßnahmen begannen im letzten Quartal 1992 und dauerten gut drei Jahre. Während dieser gesamten Zeit wurden trotz dieser großen Umbaumaßnahmen immer zwischen 50 und 60 neurologische Patienten/Innen versorgt. Obwohl man sich seinerzeit sehr bemühte die Baubelästigung für die Patienten/Innen in einem angemessenen Rahmen zu halten, z. B. dadurch dass die Patienten/Innen nur in Trakten des Hauses untergebracht wurden, wo keine Baumaßnahmen durchgeführt wurden, kam es doch leider immer wieder durch die umfangreichen Baumaßnahmen zu Lärmbelästigungen. Viele Patienten/Innen waren allerdings sehr interessiert an den Baumaßnahmen und sahen auch den täglichen Fortschritt, so dass sich die Beschwerden in dieser Zeit trotzdem in Grenzen hielten. In der Hochphase der Bauzeit waren in der Klinik ca. 100 Bauarbeiter beschäftigt, so dass wir in dieser Zeit mehr Arbeiter als Patienten/Innen im Hause hatten. Ende 1995 waren dann die umfangreichen Erweiterungs- und Modernisierungsarbeiten abgeschlossen. 1995 wurde die Klinik dann um das jetzige Stimm- und Sprachheilzentrum mit der Tinnitusfachabteilung und um die neurologische Psychosomatik erweitert. Die offizielle Eröffnungsfeier der Klinik am Osterbach fand anschließend im Jahre 1996 in einem feierlicher Festakt statt. Zu dieser Eröffnungsfeier, zu der wir unsere Interessenspartner, Kostenträger und Rentenversicherungsträger sowie eine Vielzahl Gäste eingeladen hatten, kam auch der damalige Nordrhein-Westfälische Gesundheitsminister Dr. Axel Horstmann, der die Grußworte des Landes NRW überbrachte. Im weiteren Zeitablauf wurde dann die Klinik im Jahre 2001 mit der Eröffnung der Abteilung für Psychotherapeutische Medizin mit Psychotraumatologie komplettiert. Die Klinik am Osterbach hat jetzt 220 Patientenzimmer und hiervon sind 34 Patientenzimmer behindertengerecht. Die Abteilung für Neurologie mit neurologischer Psychosomatik hat 87 Zimmer incl. der 34 behindertengerechten Zimmer, das Stimm und Sprachheilzentrum mit der Tinnitusfachabteilung hat 27 Zimmer und die Abteilung für Psychotherapeutische Medizin mit Psychotraumatologie hat 107 Zimmer. Eine interdisziplinäre Belegung ist dabei jederzeit möglich. Alle Zimmer wurden im Rahmen der Modernisierungsarbeiten freundlich und hell im Hotelcharakter eingerichtet. Die behindertengerechten Zimmer wurden mit Krankenhausbetten bestückt. Alle Zimmer in der Klinik sind mit Sauerstoff- und Druckluft ausgerüstet und die behindertengerechten Zimmer haben wie im Krankenhaus eine Medienleiste mit Licht, Schwesternruf, Radio etc. Die Abteilung für Neurologie mit neurologischer Psychosomatik wird von Dr. med. Michael Loew geleitet. Es werden Patienten/Innen aufgenommen mit allen Erkrankungen des zentralen Nervensystems, insbesondere mit Zustand nach Hirninfarkten, Zustand nach Hirnblutungen, Zustand nach Schädel-/Hirnverletzungen, Zustände nach Operation an Gehirn und Rückenmark, Zustand nach entzündlichen ZNS-Erkrankungen (Meningitis, Encephalitis, Polyneuropathien, Multiple Sklerose, Morbus Parkinson, Guillain-Barré-Syndrom, Systemerkrankungen des zentralen Nervensystems). Zunehmend mehr Patienten leiden aber an körperlichen Symptomen, die durch seelische Faktoren mitverursacht oder verstärkt werden. Zu diesen Erkrankungen gehören psychosomatische Beeinträchtigungen wie Schwindel, Kopfschmerz, Migräne, aber auch somatoforme Störungen und Schmerzstörungen. Diese Patienten können in der Neurologischen Psychosomatik aufgenommen werden, da hier sowohl das organische Krankheitsbild als auch die psychische Comorbidität behandelt wird. In einem multimodalen Therapiekonzept werden vom meist rein organischen Störungsmodell des Patienten ausgehend somatopsychische Erklärungsmodelle vermittelt und dann eine entsprechende tiefenpsychologische Therapie eingeleitet. Ein weiterer Schwerpunkt dieser Abteilung sind Patienten mit Problemen bei der Krankheitsverarbeitung (z. B. Depressionen bei MS oder Schlaganfall) und Patienten mit Konversionstörungen. Im Stimm- und Sprachheilzentrum mit der Tinnitusfachabteilung, geleitet von Dr. med. Sabine Keßler, werden Patienten/Innen aufgenommen mit funktionellen, psychogenen und organischen Stimm- und Sprech- sowie Schluckstörungen, chronisch komplexer Tinnitus, Hyperakusis, M. Menière, Zustand nach Hörsturz, Schwindel unterschiedlicher Genese, Zustand nach Mund-, Rachen-, Kehlkopfoperationen. Die Behandlung der Stimme und des Sprechens erfordert eine medizinische Ausbildung in Phoniatrie und Pädaudiologie, die aus der HNO-Heilkunde hervorgegangen ist. In Deutschland gibt es insgesamt vier Rehakliniken, die diesen Fachbereich vertreten und eine ähnliche Abteilungsgröße haben. Das Stimm- und Sprachheilzentrum war das dritte dieser Art und zeichnet sich dadurch aus, dass wir jedem Patienten bzw. jeder Patientin täglich logopädische Einzeltherapie ermöglichen neben den entsprechenden Gruppentherapien. In der Tinnitusfachabteilung wird entsprechend des Bedarfes krankengymnastische Therapie als Einzeltherapie angeboten neben psychologischer verhaltenstherapeutischer Behandlung, die auch die Stimmpatienten erhalten. Belastungsverstärkende Haltungen werden dabei bearbeitet. Autogenes Training, progressive Muskelrelaxation oder Yoga dienen der Weitergabe von Entspannungsstrategien. Über Sport und physikalische Anwendungen wird eine allgemeinkörperliche Tonusregelung angestrebt. Durch die einzigartige Kombination unserer Fachabteilungen im Haus ist eine interdisziplinäre Arbeit möglich, die ein Kompetenzzentrum für Schlucktherapie, Tinnitus, Schwindel und bei der Behandlung von Stimm und Sprechstörungen darstellt. In der Abteilung der Psychotherapeutischen Medizin mit Psychotraumatologie, geleitet von Barbara-Rose Legeler, werden alle Krankheitsbilder im Feld der Psychotherapeutischen Medizin und Psychosomatik behandelt. Die Patientinnen und Patienten mit Ängsten und Depressionen, körperlichen Störungen mit psychischem Hintergrund, Borderline Störungen und posttraumatischen Belastungsreaktionen werden in einem integrativen Konzept mit tiefenpsychologischem Hintergrund und Psychodramatherapie behandelt. In speziellen Fällen wird auch EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) angewendet. Ein besonderer Behandlungsschwerpunkt der Abteilung sind Patientinnen und Patienten, die in ihrer Kindheit und im Erwachsenenalter Opfer sexueller Übergriffe geworden sind und unter seelischen und körperliche Folgeerscheinungen und Lebenseinschränkungen leiden. Durch die stationären Rehamaßnahmen und damit verbunden durch unsere vielschichtigen Therapieangebote möchten wir z.B. folgende Ziele erreichen: 1. die bestmögliche Lebensqualität nach der Rückkehr in die eigenen vier Wände ermöglichen und da mit den Übergang zum normalen Leben erleichtern 2. die verbleibenden Defizite so weit wie möglich verringern 3. Informationen über die Zusammenhänge des Krankheitsgeschehens vermitteln 4. bei der Entwicklung von Krankheitsbewältigungsstrategien Hilfen anbieten und die Patienten/ Innen bei der Neugestaltung ihres Alltags unterstützen. Hierzu möchten wir, dass sich die Patienten/Innen vom ersten Tag an bei uns geborgen fühlen. Vier Dinge liegen uns dabei besonders am Herzen: 1. eine komfortable und freundliche Atmosphäre 2. das menschliche Engagement des Pflegepersonals 3. die fachliche Qualifikation des therapeutischen Teams 4. der persönliche Kontakt zwischen Arzt und Patient. Das gemeinsame Ziel verbindet uns und die Patienten/Innen für einige Wochen miteinander. Mit den Patienten/ Innen zusammen wollen wir den richtigen Weg zu ihrer Genesung finden. Alle Möglichkeiten, die in unserem Wissen und Können liegen, setzen wir, die Ärzte, Therapeuten und das Pflegepersonal für unsere Patienten/Innen ein. Modernste medizinische Ausstattung und vorbildliche Therapieeinrichtungen unterstützen die Behandlung. Den besten Erfolg erzielen wir allerdings erst, wenn auch die Patienten/ les Wollen in ihren Heilungsprozess legen. Weitere Informationen erhalten Sie von der Klinik am Osterbach, Am Osterbach 2, 32545 Bad Oeynhausen Telefon 0 57 31-1 59-0 oder im Internet unter Innen alle Kraft und www.klinik-am-osterbach.de

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