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|  |  | | | Multiple Sklerose - Ein Selbsthilfeprojekt für MS- Patienten der Hardtwaldklinik I, Bad Zwesten Die Diagnose „MS“ kann Betroffenen die Sprache verschlagen. Da haben sie nun eine Krankheit, die unheilbar ist und Assoziationen von Rollstühlen und schwersten Einschränkungen im alltäglichen Leben hervorruft. Diese Assoziationen sind nicht nur typisch für die MS-Patienten, sondern oft auch für die Angehörigen. In diesen ersten Tagen und Wochen der Diagnosestellung ist häufig ein Wirrwarr von Fragen, Ängsten sowohl bei den Betroffenen als auch bei den Angehörigen zu beobachten. Das ist verständlich, denn es geht oft um existentielle Fragen, wie z. B. die Zukunftssicherung der Familie, wenn plötzlich der Hauptverdiener auszufallen droht oder wenn die Versorgung der Kinder durch die Mutter nicht mehr sichergestellt ist. In dieser ersten Phase können Gespräche mit Betroffenen helfen, eine Struktur in den verunsicherten Alltag zu bringen. Sie können die Erfahrung ermöglichen, dass sie sich nicht allein mit dieser Krankheit auseinandersetzen müssen, sondern dass es andere Betroffene gibt, die auf ihre Weise mit der Krankheit umzugehen versuchen. Durch die Initiative und Unterstützung von Prof. Dr. Welter, Dr. Gerlach und Dr. Mayer (Neurologische Akutklinik / Hardtwaldklinik I /Reha- Abteilung HWK I) ist es mir seit etwa einem Jahr möglich, einmal wöchentlich MS-Patienten in der HWK I einen Raum zu bieten, in dem Gespräche über die Erfahrungen mit der Erkrankung und dem Alltagsleben mit MS möglich sind. Dieses Gesprächsangebot soll MS-Erkrankten möglichst früh die Möglichkeit bieten, mit einer MS - Betroffenen über die ersten Eindrücke und Fragen im Umgang mit dieser Krankheit und dem Alltag nach der Klinik zu sprechen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass ein solches Gesprächsangebot eine große Hilfe sein kann, um eine erste Struktur in die vielen Fragen zu bekommen. Es kann auch dazu beitragen, sich auf die oft unausgesprochenen Fragen und Ängste der Familie und Freunde vorzubereiten. Mit diesem Gesprächsangebot möchte ich Betroffenen innerhalb der Klinik das Angebot machen, in einem geschützten Rahmen, z. B. kurz nach der Diagnosestellung oder im Verlauf einer Reha-Maßnahme, mit einer ebenfalls Betroffenen offen über den Umgang mit der Krankheit zu sprechen. Dabei verstehe ich mich als Gesprächspartnerin und nicht als Expertin für therapeutische, medizinische oder versorgungsrechtliche Fragen aus dem Umfeld der MS. In diesem Sinne möchte ich zuhören, um meine Erfahrungen geben und andere Erfahrungen mitnehmen zu können. Wenn es in solchen Zusammentreffen gelingt, eine Vorstellung davon zu entwickeln, das nicht das Schweigen, sondern das Reden über die Krankheit und die Ängste die damit verbunden werden, ein erster Schritt ist, sich aktiv mit der Krankheit auseinander zusetzen, dann kann die Sprachlosigkeit dieser Krankheit gegenüber überwunden werden. Wenn Sie ein Gespräch möchten, dann ist das immer dienstags von 10.00 - 12.00 Uhr in der Hardtwaldklinik I, Hardtstr. 31, 34596 Bad Zwesten Raum 13 möglich. Telefonisch bin ich für Terminabsprachen am gleichen Tag zwischen 09.30 - 10.00 Uhr unter der Nummer 0 56 26/87-913 zu erreichen. Bettina Sirsch-Straßer www.hardtwaldklinik1.de info@hardtwaldklinik1.de |
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