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|  |  | | | Patientinnen und Patienten von Wicker - Einrichtungen sind mit ihrer Behandlung zufriedener als Patienten vergleichbarer Kliniken. Das ist eines der zentralen Ergebnisse einer repräsentativen Befragung der Arbeitsgruppe Psychotherapie- und Versorgungsforschung (AGPV) des Instituts für Medizinische Psychologie des Universitätsklinikums Hamburg - Eppendorf. In sechs psychotherapeutischen bzw. psychosomatischen Abteilungen bzw. Kliniken der Wicker - Gruppe im Bereich Nordhessen wurden insgesamt 3843 Patienten rund ein Jahr nach Beendigung ihrer stationären Behandlung angeschrieben. Insgesamt 2046 Patienten beantworteten Fragen zum längerfristigen Krankheitsverlauf, zur Inanspruchnahme medizinischer Leistungen und zur Zufriedenheit mit der damaligen Behandlungsmaßnahme. Die Patientenurteile lagen dabei für alle beteiligten Kliniken der Wicker - Gruppe deutlich über dem Durchschnitt. Auch die Gesamtbeurteilung der stationären Behandlung lag mit Noten zwischen 7,4 und 8,4 (auf einer Skala von 0 für „sehr schlecht“ bis 10 für „ausgezeichnet“) über dem Ergebnis anderer Kliniken, die im Durchschnitt die Note 6,2 erhielten. Das Durchschnittalter der behandelten Patientinnen und Patienten lag in den an der Studie beteiligten Kliniken zwischen 45 und 50 Jahren. In den Kliniken waren überwiegend Frauen behandelt worden (61% - 88%). Unter diagnostischen Gesichtspunkten bildeten die depressiven Störungen in allen Kliniken einen Behandlungsschwerpunkt. Zwischen 44% (Wicker - Klinik) und 75% der Patientinnen und Patienten wurden unter anderem wegen einer depressiven Episode, einer rezidivierenden depressiven Störung oder einer dysthymen Störung behandelt. Weitere Behandlungsschwerpunkte waren die Persönlichkeitsstörungen mit 6% bis 36%, die Angststörungen mit 10% bis 26%, die somatoformen Störungen mit 12% bis 24% und die Posttraumatische Belastungsstörung mit 4% bis 33%. In Bezug auf die psychischen Beschwerden hatte sich nach Einschätzung der befragten Patientinnen und Patienten bei der Entlassung aus der Klinik eine deutliche Verbesserung eingestellt. Diese Verbesserungen blieben dabei im Durchschnitt auch über ein Jahr später stabil. Für die Bereiche des Selbstwerts, der Probleme in der privaten Beziehungen und der Probleme durch soziale Kompetenzdefizite gaben die Patientinnen und Patienten ebenfalls bedeutsame - und stabile - Verbesserungen an. Bei den körperlichen Beschwerden gaben die befragten Patientinnen und Patienten ebenfalls deutliche Verbesserungen ihrer Beschwerden an. Die erzielten Verbesserungen in den psychosomatischen Kliniken bzw. Abteilungen der Wicker - Gruppe waren dabei mit den Therapieergebnissen anderer psychosomatischen Rehabilitationskliniken vergleichbar. Seit Anfang März ist in allen pychosomatisch- psychotherapeutischen Abteilungen und Kliniken in der Wicker - Gruppe eine detailliertere Basisdokumentation eingerichtet worden, die auch spezifische standardisierte Instrumente beinhaltet. Damit wird es zukünftig auch möglich sein, prospektive Erhebungen der psychopathologischen, psychosozialen und sozialmedizinischen Belastungen durchzuführen, welche noch mehr den Standards der Evaluationsforschung entsprechen und zuverlässigere und aussagekräftigere Vergleiche mit anderen Kliniken oder Behandlungsformen erlauben werden. Diese Erhebungen mit standardisierten Fragebögen ermöglichen auf Grund der zeitnahen graphischen Ergebnisrückmeldungen zugleich eine Verbesserung der Diagnostik sowie eine größere Transparenz und Veranschaulichung des Therapieverlaufs für die behandelten Patientinnen und Patienten. Derartige Erhebungen sind Bestandteil der Qualitätssicherung im Gesundheitswesen. Die rechtliche Basis dafür wurde mit dem Inkrafttreten des Gesundheitsreformgesetztes (GRG) geschaffen. Gewachsenes Qualitätsbewusstsein bei den Leistungsträgern, den Leistungserbringern und den Nutzern einerseits und die mit den knapper werdenden Ressourcen verbundenen Sparzwänge anderseits sind zentrale Motive dieser Entwicklung. In den im Januar 2000 in Kraft getretenen Veränderungen im Sozialgesetzbuch wurde festgeschrieben, dass die Leistungserbringer zur Sicherung und Weiterentwicklung der von ihnen erbrachten Leistungen verpflichtet sind, diese Leistungen dem jeweiligen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse entsprechend und in der fachlich gebotenen Qualität erbracht werden müssen. Vertragsärzte, zugelassene Krankenhäuser und Erbringer von Vorsorgeleistungen sowie Rehabilitationsmaßnahmen sind nunmehr gesetzlich verpflichtet, sich an einrichtungsübergreifenden (externen) Maßnahmen der Qualitätssicherung zu beteiligen. Darüber hinaus sind die genannten Einrichtungen verpflichtet, ein internes Qualitätsmanagement einzuführen und weiterzuentwickeln. Im Bereich der stationären Behandlung von Patienten mit psychosomatischen / psychischen Störungen finden sich hinsichtlich der Qualitätssicherung erst in jüngerer Zeit einige systematische Ansätze. Neben den Aspekten der Strukturqualität und der Prozessqualität kommen hierbei Maßnahmen zur Prüfung der Ergebnisqualität eine wichtige Funktion zu. In den psychosomatischen/ psychotherapeutischen Kliniken werden u. a. behandelt: Psychosomatische und psychovegetative Erkrankungen, neurotische Erkrankungen (z. B. Ängste und Depression) Persönlichkeitsstörungen (z. B. Borderline, so genannte frühe Störungen), Arbeitsstörungen (Mobbing, Burn out, Anpassungsstörungen) Posttraumatische Belastungsstörungen Die Vielzahl der angebotenen psychotherapeutischen Verfahren in der Wicker -Gruppe ist einzigartig. Die Ergebnisse zwischen den einzelnen Verfahren wiesen keine signifikanten Unterschiede auf. Diese Studie wird in Zukunft weitergeführt werden. Ein wichtiger Teilaspekt wird dabei die differentielle Zuweisung von Patientinnen und Patienten sein. Informationen erhalten Sie im Internet unter: www.wicker.de |
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