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10. Ausgabe · Januar - Dezember 2004
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  Startseite > Inhalt > Wir waren die Ersten - 50 Jahre Nuklearmedizin ...
Wir waren die Ersten! Von Universitätsprofessor Dr. med. Dr. rer. nat. E. H. Graul rimentell und klinisch voranzutreiben. Dies ist uns mehr als gelungen, was auch in der geradezu exponentiell ansteigenden Zahl der Mitarbeiter zum Ausdruck kam (1954 6 Mitarbeiter und 1961 waren es bereits 65 Mitarbeiter). ...
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Wir waren die Ersten! Von Universitätsprofessor Dr. med. Dr. rer. nat. E. H. Graul rimentell und klinisch voranzutreiben. Dies ist uns mehr als gelungen, was auch in der geradezu exponentiell ansteigenden Zahl der Mitarbeiter zum Ausdruck kam (1954 6 Mitarbeiter und 1961 waren es bereits 65 Mitarbeiter). Unsere Publikationsliste zeigte ebenfalls einen exponentiellen Anstieg. Sehr schnell auch wurde die Nuklearmedizin im engeren Sinne durchbrochen und Probleme der Radio-Iso-topen-Anwendung in Chemie, Physik, Technik, usw., erfolgreich bearbeitet. So gab es Schwerpunkte auf den Gebieten der Arzneimittelentwicklung, der Luft- und Raumfahrt, der Biophysik, der Elektronik und der elektronischen Datenverarbeitung (Computermedizin). Nicht zuletzt deshalb wurde Marburg zum Mekka für viele Wissenschaftler, Techniker und Ärzte, die oft längere Zeit bis Monate und Jahre bei uns hospitierten. Die Historie der Marburger und Bad Wildunger Nuklearmedizin finden Sie im Internet unter: www.nuklearmedizin-bad- wildungen.de/historie Die von Professor Graul 1969 in Bad Wildungen aufgebaute Abteilung für klinische Nuklearmedizin hat sich inzwischen zum Zentrum für Nuklearmedizin und Ultraschalldiagnostik im Verbundklinikum der 15 Wicker-Kli-niken weiterentwickelt (Konsiliarischer Leiter Prof. Dr. Dr. E.H. Graul). Modernste Geräte, 4 Ärzte, 14 Mitarbeiter. Am 4. Februar 2004 findet eine Jubiläumsfeier zum 50 jährigen Bestehen der Nuklearmedizin an der Philipps-Universität, Marburg/Lahn, Alte Aula, Lahntor 3 in Verbindung mit dem 35 jährigen Jubiläum der Nuklearmedizin in Bad Wildungen statt. Weitere Informationen unter: Universitätsprofessor Dr. med. Dr. rer. nat. E. H. GRAUL, Emeritus Ehem. Direktor der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin in Marburg, derzeitiger konsiliarischer Leiter der Nuklearmedizin in Bad Wildungen Körnerstr. 36, 35039 Marburg Telefon 0 64 21/4 34 74 Fax 06421/51218 graulmed@scm.de www.nuklearmedizin-bad-wildungen.de Die Nuklearmedizin (NM) kann als „interdisziplinäres Fach“ im wahrsten Sinne des Wortes bezeichnet werden, weil der Nuklearmediziner prinzipiell experimentell und klinisch mit allen Fachdisziplinen zusammenarbeitet. Bevorzugte Partner in der Zusammenarbeit sind Internisten, Radiologen und Onkologen. die Nuklearmedizin in Marburg und in vielen Universitäten, Forschungseinrichtungen und Krankenhäuser zu etablieren, denn das der Nuklearmedizin zugrunde liegende Atom (bzw. Atomkern) sah die Gesellschaft als Januskopf. Auf der einen Seite erkannte man das Positive wie z. B. die friedliche Energiegewinnung in Atom Dr. Dr. Emil Heinz Graul führte 1946/47 als Erster Kreislaufstudien an Patienten mit künstlichen radioaktiven Substanzen wie Phosphor-32 und Jod131 an der Universität Münster i. W. durch und begründete so die klinische Nuklearmedizin in Deutschland. Die Verbindungsoffizierin der englischen Besatzungstruppe zur Universität machte es möglich, dass EHG in das englische Atomforschungszentrum Harwell eingeladen wurde, dort die oben genannten Radionuklide erhielt und nach Münster bringen konnte, obwohl zu dieser Zeit in Deutschland verboten war, mit radioaktiven Materialien zu hantieren! – Glück muss auch der Forscher haben. (Kern)-Kraftwerken und den Segen in der Medizin (Nuklearmedizin). Andererseits hatten Hiroshima und Nagasaki das „Böse“ Atom gezeigt. Bürger und Ärzte hatten Angst vor der Anwendung von Radionukliden. Die Überwindung dieser Angst hat uns viel Mühe und Zeit gekostet. In den 50er und 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts mussten wir viel Zeit in dieses Problem investieren, jedoch Injiziert man Patienten radioaktive Substanzen, so haben diese „Spione“ im Körper, welche beim radioaktiven Zerfall Signale aussenden, so dass jederzeit verfolgt werden kann, in welchen Organen und Geweben sich die Substanzen (Spione) aufhalten. So kann man auf elegantem Wege gesundes vom kranken Gewebe unterscheiden. Die Nuklearmedizin hat eine stürmische Entwicklung durchgemacht. Mit modernsten nuklearmedizinischen Diagnostikgeräten wie PET (Positronen-Emissions-Tomograph) kann gleichzeitig Lokalisationsdiagnostik mit funktionellen Studien verbunden werden (Imaging-Diagnostics). Der Nuklearmediziner ist nicht nur Arzt, sondern muß fundierte Kenntnisse in Kernphysik, Chemie, Biochemie, Pharmakologie, Innere Medizin, Immunologie und Computermedizin besitzen. Wir, das heißt die Marburger Nuklearmediziner, hatten es nicht leicht, konnten wir durch Vorträge, große Kongresse, Symposien und Publikationen langsam aber stetig diese verständliche Angst überwinden helfen. 50 % unserer Arbeitszeit investierten wir in dieser Zeit in die Aufklärung von Patienten und Ärzten. Prof. Dr. Dr. E.H. Graul und Werner Wicker, 1969 Das mir ursprünglich von der Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaften gewährte 5-jährige Großforschungsstipendium hatte zur Auflage, die Nuklearmedizin auch in Deutschland zu etablieren und expe

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21.01.2006

 


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