Logo der Wicker-Gruppe
WickerMagazin
10. Ausgabe · Januar - Dezember 2004
 Navigation 10. Ausgabe

Startseite

Ausführlicher Inhalt, Impressum

Vorwort
Gesundheitsratgeber,
Herzstiftung
Sonnenberg-Klinik
Klinik Hoher Meissner
Unser Qualitätsmanagement
Integrierte Versorgung
Querschnittslähmung
Rock`n Roll, Rolli-Tanz-Workshop
Hilfe für pflegende Angehörige
Bad Sooden-Allendorf
Stressmanagement
Initiative gegen Depressionen
Alles digital im Röntgeninstitut
Fortbildungsveranstaltungen
Borderline Informationen
Kraftquellen entdecken und ...
Notfallschulung, WAP Tagung,
Aktionen in Bad Wildungen
Wir waren die Ersten - ...
Tinnitus-Behandlung
Spielbank Bad Homburg
Für unsere MitarbeiterInnen
Weiterbildungsmöglichkeiten
Nordic Walking
Sport
Die kleinen Strolche
Lieferanten der Wicker-Gruppe
Kurz notiert, Dies & Das
Download
 Navigation Wicker-Gruppe
 Kontakt
  Startseite > Inhalt > Borderline Informationen für Betroffene und Angehörige, Frau Dr. Fröhlich-Gildhoff
Borderline-Störungen Informationen für Betroffene und Angehörige gung nach. Unter den Berufsbezeich-ausgeliefert“. Selbstverletzungen, wie Eine buntgefächerte nungen finden sich in erster Linie ...
... Mehr Infos dazu gibt's auf speziellen Internet-Seiten: Aktion „FrühlingsErwachen“ (März - Mai): www.vorwitzig-im-fruehling.de Aktion „SommerNachtstraum“ www.verlockend-im-sommer.de Aktion „HerbstZauber“ (September - November): www.vergoldet-im-herbst.de Aktion „WinterMärchen“ (Dezember - Februar): www.verzaubert-i m-winter.de Allgemeine Bad-Wildungen-Infor-mationen bekommen Sie hier: TouristInfo • Brunnenallee 32-34 34537 Bad Wildungen Tel. (freecall) 0800/79 10 100 Fax: 0 56 21/9 65 59 26 www.bad-wildungen.de tourist@bad-wildungen.de
 Seite als PDF laden (109 KB, Hinweis!)
Bitte den aktuellen Adobe Reader©
zum öffnen benutzen. Diesen können Sie in
der Version 6.0 hier herunterladen.
Borderline-Störungen Informationen für Betroffene und Angehörige gung nach. Unter den Berufsbezeich-ausgeliefert“. Selbstverletzungen, wie Eine buntgefächerte nungen finden sich in erster Linie So-zum Beispiel das Ritzen an Armen Symptomatologie fordert viel zialberufe wie Krankenschwestern, oder Beinen, werden eingesetzt, um Erfahrung und Kreativität der Altenpflegerinnen und Erzieherinnen. wieder ruhiger zu werden. Neben TherapeutInnen (aus M. Bohus, Borderline-Störung) diesen hoch emotionalen Phasen erleben PatientInnen mit Borderline-Störungen zudem häufig plötzlich Der Begriff Borderline wurde 1938 Ursachen einsetzende Episoden der emotionavon dem Psychiater Adolf Stern ge-len „Taubheit“, also vollständig fehprägt. Gemeint war damit eine Er-lender Gefühlswahrnehmung, ein Zukrankung mit einer unscharfen, fluk-Die Auslöser für die Entwicklung ei-stand, der ebenfalls als äußerst quäturierenden Grenzlinie zwischen neu-ner Borderline-Störung sind in der lend und unangenehm beschrieben rotischen und psychotischen Störun-frühen Kindheit der betroffenen Men-wird. Im zwischenmenschlichen Begen. 1967 prägte Otto Kernberg die schen zu suchen. Wichtige Risikofak-reich erleben Menschen mit Borderli-Bezeichnung Borderline-Persönlich-toren sind frühe Erfahrung von se-ne-Störungen einerseits ausgeprägte keits-Organisation. Gundersohn und xueller Gewalt, körperliche Gewalt Angst vor dem Alleinsein, anderer-Singer beschrieben 1975 fünf Di-und extreme Vernachlässigung durch seits Bedrohungs- und Schamgefühle mensionen, die die Borderline-Stö-frühe Bezugspersonen. Die frühen bei größerer Nähe. Viele Borderlinerung auf phänomenologischer Ebene Bezugspersonen erwiesen sich in der PatientInnen oszillieren zwischen abbilden: Regel als wenig sensibel für die Be-häufigen Trennungs- und Wiederan-Menschen mit einer Borderline-Stö-dürfnisse des betroffenen Kindes, näherungsprozessen regelmäßig hin rung leiden unter dysphorischen Af-waren im Umgang häufig extrem und her. Das Gefühl, „anders zu sein fekten, neigen zu impulsiven Hand-widersprüchlich und oft nicht in der als alle anderen, isoliert und abgelungen, haben Schwierigkeiten in zwi-Lage, dem Kind mit wohlwollender schnitten zu sein von der Welt und der schenmenschlichen Beziehungen mit Fürsorge zu begegnen. Außerdem Wirklichkeit, einsam und verlassen Anpassungsstörungen im sozialen Be-fehlte es meist an einer zweiten Be-zwischen allen anderen zu sein“, reich und haben teilweise psychose-zugsperson, die Schutz und Gebor-sind grundlegende Wahrnehmungen ähnliche Gedanken. genheit bot und die Wahrnehmung vieler PatientInnen mit Borderlinedes Kindes bestätigte. Störungen. Die meisten PatientInnen mit Borderline-Störung schildern eine Epidemiologie (Verbreitung) tiefgreifende Verunsicherung bezüg-Beschreibung des Störungsbildes lich der eigenen Identität und Integrität, rund 70 % beschreiben, dass Die Prävalenz (Vorkommen) der Bor-sie kein sicheres Gefühl dafür hätten, derline-Störung in der allgemeinen Menschen mit einer Borderline-Stö-„wer sie wirklich sind“. Viele lehnen Bevölkerung kann mit etwa 1,2 % rung haben große Probleme, ihre Af-ihren eigenen Körper ab und fühlen angegeben werden. Die Mehrzahl der fekte zu regulieren. Sie haben eine sich nicht in ihm zu Hause. Ca. 60 % Betroffenen, nämlich 70 %, sind Frau-niedrige Reizschwelle, das heißt, dass der PatientInnen mit einer Borderlineen. Viele PatientInnen werden statio-sie ausgelöst durch alle möglichen Persönlichkeitsstörung leiden unter när behandelt. Die stationäre Be-Ursachen mehrmals täglich schnell einer ausgeprägten dissoziativen Symphandlung dieser Patientengruppe ein sehr hohes Erregungsniveau er-tomatik. Diese Phasen sind geprägt kostete im Jahr 2000 ca. 6 Milliar-reichen, was sich nur ganz allmäh-von einem Gefühl des Kontrollverlusden DM, damit ca. 15 % des Ge-lich wieder zurückbildet. Dieses hohe tes über die Realität, von einer versamtbudgets für die psychiatrisch/ Anspannungsniveau erleben die Be-zerrten Raum-Zeit-Wahrnehmung, psychotherapeutische Versorgung in troffenen meist als extrem quäle-sowie einer eingeschränkten Wahrder BRD. Ca. 20 % der erwachsenen risch, zumal differenzierte Gefühls-nehmung der eigenen Emotionen. PatientInnen leben mit einem Partner wahrnehmungen wie Ärger, Wut, Hinzu kommen häufig Flashbacks, zusammen. Während der Schulab-Angst und Trauer meist nicht zuge-das heißt szenisches Wiedererleben schluss im Normbereich liegt, gehen ordnet werden können. Viele erleben von traumatisierenden Ereignissen, die nur ca. 20 % einer Vollzeitbeschäfti-sich von „Emotionen überflutet“, der zwar kognitiv der Vergangenheit zugung und 8 % einer Teilzeitbeschäfti-„Unruhe und Anspannung hilflos geordnet, emotional jedoch als real 10. Ausgabe • Januar-Dezember 2004 www.wicker-magazin.de erlebt werden. 70 % bis 80 % aller PatientInnen mit Borderline-Störung berichten über selbstschädigende Verhaltensmuster in der Vorgeschichte. Dies sind häufig das Selbstzufügen von Schnittverletzungen, Verbrennen mit Zigaretten oder Bügeleisen, Verbrühungen und Verätzungen oder das Zufügen von Stichwunden. Die meisten PatientInnen verletzen sich selber, um aversive Spannungszustände oder schwer dissoziative Phänomene zu reduzieren. In diesem Sinne sind auch häufig zu beobachtende Störungen des Essverhaltens wie bulimische Attacken oder anorektisches Verhalten zu verstehen. Weitere häufige problematische Verhaltensmuster sind Drogenmissbrauch, pathologisches Kaufverhalten, Zwangshandlungen oder aggressive Durchbrüche. Behandlung Die Behandlung von Borderline-Per-sönlichkeitsstörungen ist langwierig und stellt für PatientInnen und ihre TherapeutInnen gleichermaßen eine große Herausforderung dar. In der Abteilung Psychosomatik/Psychothe-rapie der Wicker-Klinik behandeln wir PatientInnen mit Borderline-Stö-rungen unter einem ressourcenorientierten Blickwinkel. Dabei gehen wir davon aus, dass die Verhaltensweisen der PatientInnen Lösungsversuche entsprechend ihrer individuellen Lebensgeschichte sind und dass sie bereit sind, veränderte funktionale und damit gesündere Lösungswege zu suchen. Viele der PatientInnen bringen ein außerordentliches Maß an Kreativität mit, das, wenn es gelingt, dieses Potential in konstruktiver Weise zu nutzen, eine gute Voraussetzung für Veränderungsprozesse darstellt. Das Behandlungskonzept umfasst sowohl Einzel- wie auch Gruppentherapie, kombiniert mit Kreativ- und Entspannungsverfahren. Es beinhaltet Informationsvermittlung über das Störungsbild, das Einüben von Imaginationstechniken zur Spannungsreduktion, Möglichkeiten der Stressbewältigung, Aufspüren der eigenen Fähigkeiten und deren Ausbau, Verbesserung der Fertigkeiten im Umgang mit anderen. Dr. med. G. Fröhlich-Gildhoff Chefärztin der Abteilung Psychosomatik/Psychotherapie Wicker-Klinik Informationen erhalten Sie unter: Wicker-Klinik Fürst-Friedrich-Str. 2-4 34537 Bad Wildungen Telefon 0 56 21/7 92-2 37 www.wicker-klinik.de oder Klinik am Osterbach Am Osterbach 2 332545 Bad Oeynhausen Telefon 0 57 31/1 59-6 22 www.klinik-am-osterbach.de oder unter www.wicker-kliniken.de Kraftquellen entdecken und erschließen Gedanken zu den Soodener Gesprächen 2003 Evelin Dietrich-Fräntzel Mut tut gut Den Anstoß zu diesem Thema gab eine langjährige Kongressteilnehmerin und ehemalige Patientin der Sonnenberg-Klinik. Sie hatte sich für die Soodener Gespräche Theo Schoenaker als Referent gewünscht. Sie sei begeistert von seiner Art, sich mit den Fragen Mut und Ermutigung auseinanderzusetzen und kenne ihn von ihren jährlichen Besuchen in seinem Institut. „Einmal im Jahr fahre ich zu Theo!“ Sie hole sich dort Kraftreserven für die restliche Zeit des Jahres. Theo Schoenaker war glücklicherweise sofort für den Eröffnungsvortrag der Soodener Gespräche zu gewinnen. Dass der Freundeskreis mit seiner Entscheidung, ihn als Referenten einzuladen, richtig lag, wird jeder bezeugen, der seinen Vortrag „Mut tut gut“ gehört, gesehen und nachgespürt hat. Mit seiner leisen, feinen, überzeugenden Präsenz berührte er seine Zuhörerschaft und öffnete die Herzen. Theo Schoenaker weiß und zeigt, wovon er spricht und erreicht die Menschen seiner Umgebung. „Er war kongruent“ sagte mir eine Zuhörerin „so heißt das doch, wenn man jemanden glauben kann, was er sagt.“ Ja, Theo Schoenaker kann man glauben. Dabei überraschte uns vieles von dem, was er uns nahe bringen wollte, gar nicht. Seine lebensnahen Ausführungen konnte jeder nachvollziehen, sie waren uns sehr vertraut. Mit einfachen Worten, einfühlenden Beispielen, begleitenden Gesten und kleinen Liedern führte er uns durch die Grundprinzipien der traditionsreichen Individualpsychologie Alfred Adlers, und machte uns Mut, uns so anzunehmen, wie wir sind. Theo Schoenakers Buch „Mut tut gut“ war beim Bücherstand der Soodener Gespräche dann auch schnell vergriffen. Vielen Zuhörern war daran gelegen, das Thema zu vertiefen und ermutigende Anregungen für den Alltag zu gewinnen. Auch in diesem Jahr finden die Soodener Gespräche am 24.+25.09.04 in der Sonnenberg-Klinik, Bad Sooden-Allendorf statt. von Dr. Ingrid Olbricht und Dr. Dietrich Eck Die 19. Arbeitstagung findet vom 20. bis 24. März 2004 statt. Thema: „Die Wiederentdeckung des Magischen, Intuition – Spiritualität – Weisheit“ knüpft an die enormen Erfolge von Büchern und Filmen wie Harry Potter und Herr der Ringe an, die Kultstatus erreicht haben. Dahinter wird sichtbar, was Menschen vermissen, dass es unerfüllte Sehnsüchte gibt, die nicht im Bereich des Rationalen liegen und dass es Sehnsüchte nach einer wunderbareren Welt als der unseren gibt. Mit diesen Wünschen, Defiziten und mit den Möglichkeiten ihrer Erfüllung beschäftigt www.w-arbeitskreis-psychotherapie.de Bad Wildungen lädt rund um's Jahr zu originellen Aktionen, attraktiven Veranstaltungen und konkreten Angeboten ein. Mehr Infos dazu gibt's auf speziellen Internet-Seiten: Aktion „FrühlingsErwachen“ (März - Mai): www.vorwitzig-im-fruehling.de Aktion „SommerNachtstraum“ www.verlockend-im-sommer.de Aktion „HerbstZauber“ (September - November): www.vergoldet-im-herbst.de Aktion „WinterMärchen“ (Dezember - Februar): www.verzaubert-i m-winter.de Allgemeine Bad-Wildungen-Infor-mationen bekommen Sie hier: TouristInfo • Brunnenallee 32-34 34537 Bad Wildungen Tel. (freecall) 0800/79 10 100 Fax: 0 56 21/9 65 59 26 www.bad-wildungen.de tourist@bad-wildungen.de

Seitenanfang

Zugriffszähler
21.01.2006

 


Navigation 10. Ausgabe

Startseite · Ausführlicher Inhalt, Impressum · Vorwort · Gesundheitsratgeber · Herzstiftung · Sonnenberg-Klinik · Klinik Hoher Meissner · Unser Qualitätsmanagement  · Integrierte Versorgung · Querschnittslähmung · Rock`n Roll Rolli-Tanz-Workshop · Hilfe für pflegende Angehörige · Bad Sooden-Allendorf · Stressmanagement · Initiative gegen · Depressionen · Alles digital im Röntgeninstitut · Fortbildungsveranstaltungen  · Borderline Informationen · Kraftquellen entdecken und ... · Notfallschulung, WAP Tagung, · Aktionen in Bad Wildungen  · Wir waren die Ersten - ... · Tinnitus-Behandlung · Spielbank Bad Homburg · Für unsere MitarbeiterInnen · Weiterbildungsmöglichkeiten · Nordic Walking · Sport · Die kleinen Strolche · Lieferanten der Wicker-Gruppe  · Kurz notiert, Dies & Das · Jubiläums-Gewinnspiel · Download

Navigation der Wicker-Gruppe

Startseite deutsch · Kliniken der Wicker-Gruppe · Weitere Unternehmen · Aktuelles · Newsletter · Kontakt · Suche · Stellenangebote · Gesundheitstipps



Büro Wicker · Brunnenallee 29 · 34537 Bad Wildungen (Germany)
Tel. (0 56 21) 8 06-2 08 · Fax (0 56 21) 8 06-1 12 · E-Mail · Impressum
Copyright © 1997- Wicker-Gruppe
Aktualisiert im Nov 07 · Tecosoft