Logo der Wicker-Gruppe
WickerMagazin
10. Ausgabe · Januar - Dezember 2004
 Navigation 10. Ausgabe

Startseite

Ausführlicher Inhalt, Impressum

Vorwort
Gesundheitsratgeber,
Herzstiftung
Sonnenberg-Klinik
Klinik Hoher Meissner
Unser Qualitätsmanagement
Integrierte Versorgung
Querschnittslähmung
Rock`n Roll, Rolli-Tanz-Workshop
Hilfe für pflegende Angehörige
Bad Sooden-Allendorf
Stressmanagement
Initiative gegen Depressionen
Alles digital im Röntgeninstitut
Fortbildungsveranstaltungen
Borderline Informationen
Kraftquellen entdecken und ...
Notfallschulung, WAP Tagung,
Aktionen in Bad Wildungen
Wir waren die Ersten - ...
Tinnitus-Behandlung
Spielbank Bad Homburg
Für unsere MitarbeiterInnen
Weiterbildungsmöglichkeiten
Nordic Walking
Sport
Die kleinen Strolche
Lieferanten der Wicker-Gruppe
Kurz notiert, Dies & Das
Download
 Navigation Wicker-Gruppe
 Kontakt
  Startseite > Inhalt > Hilfe für pflegende Angehörige, Dr. Gabriele Fröhlich-Gildhoff
Pflegende Angehörige – wer hilft denen, die Helfen? Von Dr. Gabriele Fröhlich-Gildhoff Aktuelle Situation Derzeit erhalten 1,86 Millionen Versicherte Pflegeleistungen aus der Pflegeversicherung, davon 1,31 Millionen Leistungen zur häuslichen Pflege und 550...
 Seite als PDF laden (109 KB, Hinweis!)
Bitte den aktuellen Adobe Reader©
zum öffnen benutzen. Diesen können Sie in
der Version 6.0 hier herunterladen.
Pflegende Angehörige – wer hilft denen, die Helfen? Von Dr. Gabriele Fröhlich-Gildhoff Aktuelle Situation Derzeit erhalten 1,86 Millionen Versicherte Pflegeleistungen aus der Pflegeversicherung, davon 1,31 Millionen Leistungen zur häuslichen Pflege und 550.000 Leistungen zur stationären Pflege. Bis zum Jahr 2010 ist ein Anstieg der Zahl der Pflegebedürftigen auf voraussichtlich 2,16 Millionen zu erwarten. Die ca. 1,4 Millionen pflegebedürftigen Personen in privaten Haushalten werden zu 78 % von Lebenspartnerinnen, Müttern, Töchtern oder Schwiegertöchtern gepflegt. Damit wird der überwiegende Teil der Pflegebedürftigen in Deutschland im familiären Umfang durch Frauen betreut und gepflegt. Mit Einführung der Pflegeversicherung 1996 sollte dieser Tatbestand sozialpolitisch gestärkt und abgesichert werden. Folgen der Pflegetätigkeit Alle vorliegenden Forschungsergebnisse verweisen darauf, dass pflegende Angehörige oft einem hohen Maß an Belastungen in den unterschiedlichsten Lebensbereichen ausgesetzt sind und die Pflege häufig unter großen persönlichen Opfern und Einschränkungen, bis hin zur körperlichen und emotionalen Erschöpfung erbracht wird (Reichert, 2000; Scholz-Braun, 1999). So fühlen sich zwischen 79 und 85 % aller Hauptpflegepersonen eher stark bis sehr stark belastet. 80 % der Pflegenden stehen rund um die Uhr zur Verfügung. Ca. die Hälfte der Pflegenden muss den Nachtschlaf wegen Hilfs- und Pflegetätigkeiten unterbrechen. Wegen der zahlreichen Belastungen pflegender Angehöriger stellen sie eine Risikogruppe dar bezüglich physischer und psychischer Beschwerden, die darüber hinaus dazu neigt, die eigene Gesundheit zu vernachlässigen. Tatsächlich leidet etwa die Hälfte aller pflegenden Angehörigen unter physischen und psychischen Gesundheitsproblemen. Das Ausmaß der Beschwerden der Pflegepersonen steht in einem deutlichen Zusammenhang mit dem Grad der Belastungen (Grössel, 1996). Dreiviertel aller pflegenden Frauen leiden häufig unter Rückenschmerzen, Bandscheibenschäden, hinzukommen Herz-Kreislauf-Erkrankun-gen. Mehr als 85 % der über 60jährigen pflegenden Ehefrauen leiden an chronischen Gelenkbeschwerden. Überproportional finden wir bei pflegenden Angehörigen außerdem Symptome allgemeiner Erschöpfung, Magenbeschwerden, Glieder- und Herzschmerzen, Hyperventilation und Kopfschmerzen (Fischer et al, 1995; Scholz-Braun, 1999). Wenngleich psychische Krankheitssymptome wie Angstzustände, Schlaflosigkeit, Depression und Nervosität nicht zweifelsfrei auf die Pflegebelastung zurückgeführt werden können, so sind pflegende Frauen dennoch überproportional davon betroffen. Es finden sich überdurchschnittlich hohe Depressionswerte und psychosomatische Beschwerden, die mit der krankmachenden Qualität der Pflegesituation in Zusammenhang gebracht werden. Um zu funktionieren und um Symptome körperlicher und emotionaler Erschöpfung auszugleichen, missbrauchen viele pflegende Angehörige Medikamente. Zweidrittel aller pflegenden Frauen nehmen Schlaf-, Beruhigungs- oder Aufputschmittel. Fazit Aufgrund der demographischen Entwicklung wird die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in den nächsten Jahren und Jahrzehnten weiter zunehmen. Damit ansteigen wird auch die Zahl der pflegenden Angehörigen, die ihre Bereitschaft zur häuslichen Pflege derzeit mit einem deutlich erhöhten Risiko körperlicher und seelischer Erkrankungen bezahlen. Um das Risiko als Pflegende selbst zu erkranken, zu verringern und somit auch die Pflegebereitschaft zukünftig aufrecht zu erhalten, müssen mehr Entlastungs- und Unterstützungsmöglichkeiten für pflegende Angehörige angeboten werden. Dazu zählen unter anderem ein verbessertes Beratungsangebot zur besseren Vorbereitung auf die Pflege, umfassende Beratung im Hinblick auf pflegeerleichternde technischer Hilfen und Hilfsmittel, psychosoziale Angebote für pflegende Angehörige, mehr Kurzzeitpflegeplätze, Förderung der Pflegebereitschaft von Männern, gesundheitsfördernde Maßnahmen für pflegende Angehörige wie zum Beispiel Urlaub von der Pflege. Die Wicker-Klinik Bad Wildungen bietet seit Jahren ein einwöchiges Angebot für pflegende Angehörige an, das deren Bedürfnisse sowohl nach Austausch untereinander, Beratung und Information und Entspannung sowie Ruhe berücksichtigt. Weitere Informationen: Wicker-Klinink Fürst-Friedrich-Str. 2-4 34537 Bad Wildungen Telefon 0 56 21/7 92-2 37 www.wicker-klinik.de sauer@wicker-klinik.de

Seitenanfang

Zugriffszähler
21.01.2006

 


Navigation 10. Ausgabe

Startseite · Ausführlicher Inhalt, Impressum · Vorwort · Gesundheitsratgeber · Herzstiftung · Sonnenberg-Klinik · Klinik Hoher Meissner · Unser Qualitätsmanagement  · Integrierte Versorgung · Querschnittslähmung · Rock`n Roll Rolli-Tanz-Workshop · Hilfe für pflegende Angehörige · Bad Sooden-Allendorf · Stressmanagement · Initiative gegen · Depressionen · Alles digital im Röntgeninstitut · Fortbildungsveranstaltungen  · Borderline Informationen · Kraftquellen entdecken und ... · Notfallschulung, WAP Tagung, · Aktionen in Bad Wildungen  · Wir waren die Ersten - ... · Tinnitus-Behandlung · Spielbank Bad Homburg · Für unsere MitarbeiterInnen · Weiterbildungsmöglichkeiten · Nordic Walking · Sport · Die kleinen Strolche · Lieferanten der Wicker-Gruppe  · Kurz notiert, Dies & Das · Jubiläums-Gewinnspiel · Download

Navigation der Wicker-Gruppe

Startseite deutsch · Kliniken der Wicker-Gruppe · Weitere Unternehmen · Aktuelles · Newsletter · Kontakt · Suche · Stellenangebote · Gesundheitstipps



Büro Wicker · Brunnenallee 29 · 34537 Bad Wildungen (Germany)
Tel. (0 56 21) 8 06-2 08 · Fax (0 56 21) 8 06-1 12 · E-Mail · Impressum
Copyright © 1997- Wicker-Gruppe
Aktualisiert im Nov 07 · Tecosoft