Wicker-Magazin 11. Ausgabe 2005


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Abteilung Frührehabilitation der Hardtwaldklinik I

Logo der Hardtwaldklinik I Bad Zwesten
  • Neurologische Akutklinik
    Ltd. Abteilungsarzt:
    Dr. med. Lutz Gerlach
    40 Betten
  • KV-Ambulanz m.Spezialsprechstunden
  • Abteilung Psychiatrie -Psychotherapie
    Leitung:
    Dr.med. Jürgen Schlosser
    97 Betten
  • Abteilung Psychotherapie - Psychosomatik
    Leitung:
    Frau Birgit Landgrebe
    99 Betten

In den vorgenannten Institutionen engagieren sich rund 450 Mitarbeiter / Innen zum Wohl der uns anvertrauten PatientInnen.

Direkt nach Überwindung der akuten Erkrankung bzw. der postoperativen Überwachungsphase, können Patienten in die Abteilung für Frührehabilitation der Hardtwaldklinik I (Phase B und C, nach Einteilung des VDR) zur Rehabilitation übernommen werden. Dies betrifft sowohl Patienten mit so genanntem “Apallischen Syndrom” als auch solche mit posttraumatischer, zerebrovaskulären Halbseitenlähmung oder Tetraparesen (zentral, peripher) in Kombination mit Schluck-, Sprach und Sprechstörungen und/oder neuropsychologischen Auffälligkeiten, von völliger Immobilität bis zum desorientierten (nicht weglaufgefährdeten) Fußgänger. In dieser Abteilung bestehen apparative und personelle Möglichkeiten der Intensivüberwachung und -pflege (ausgenommen Beatmungspatienten). Frühestmögliche Mobilisierung mit dem Ziel der weitestgehenden Selbständigkeit, getragen durch ein integratives 24 - Stunden-Konzept mit Selbsthilfetraining, aktivierender Pflege, faziooraler (Sprach)-Therapie, Physiotherapie, Ergotherapie, Neuropsychologie, psychologische Beratung, Psychotherapie unterstützt durch physikalische Therapie (z.B. Lymphdrainage) werden angestrebt. Es werden motorische und sensible Basisfunktionen gefördert und differenzierte Therapieangebote bei Störungen der Mundmotorik und des Schluckaktes, des Sprechens, der Stimme und Sprache angewandt. Störungen von Antrieb, psychomotorischen Tempo, Wahrnehmung, Orientierung, werden nach gezielter neuropsychologischer Diagnostik in Einzeltherapie oder in kleinen Gruppen behandelt. Es können Kernspintomographie inkl. MR-Angio, CT inkl. CT-Angio (Langzeit) -EEG, Videofluoroskopie, Rhinolaryngoskopie ENG, EMG, Magnetstimulation, SEP, Doppler -Duplex, MESAM, sonographische Methoden, Röntgendiagnostik (Langzeit)- EKG, Langzeit-RR, transthorakale Echokardiographie und konsiliarisch transösophageale Echokardiographie genutzt werden.

Die therapeutischen Abteilungen (Neuropsychologie, Sprachtherapie, Ergotherapie, Physiotherapie und andere) verfügen über umfangreiche Testbatterien und diagnostisches Inventar.

Externe Qualitätssicherung:
Die Abteilung Frührehabilitation ist als Teil der Hardtwaldklinik I nach der DIN ISO 9001:2000 und nach den Qualitätskriterien der DEGEMED zertifiziert. Es existiert ein EDV-Qualitätsmanagementhandbuch. Die Abteilung für Frühehabilitation nimmt am Qualitätssicherungsprogramm der Hessischen Landesärztekammer (GQH) teil.

Interne Qualitätssicherung:
Eine Umfangreiche Datenbank mit Erfassung der Stammdaten, computergestützte Analyse von Rating - Skalen (z. B. FIM und Barthel - Index) bilden die Besserungsdynamik auch zur transparenten Darstellung gegenüber den Kostenträgern ab.
Eine systematische Erfassung von Komplikationen und Zwischenfällen in einer so genannten Komplikationsdatenbank ermöglicht die Auswertung und Untersuchung auf systematische Fehler.

Frührehabilitation von schwer neurologisch erkrankten Patienten verstehen die Mitarbeiter als Hilfe im Rahmen eines Anpassungsvorganges an die veränderte Lebenssituation und Fähigkeiten nach einem Krankheitsereignis. Wir geben im Rahmen eines intergrativen 24 -Stunden-Konzeptes Unterstützung zur Neuregulation von Selbst-, Familien- und Berufssystemen nach einem schweren Trauma.

Durch eine spezielle Angehörigenarbeit (Psychologe, Sozialberatung) werden nicht nur die Patienten in ihrer Krankheitsverarbeitung, sondern auch das familiäre Umfeld unterstützt.

Die Abteilung Frührehabilitation ist in das integrative Versorgungskonzept des Neurologischen Zentrums Bad Zwesten eingebunden. So ist der nahtlose Übergang von der neurologischen Akutbehandlung über die Frührehabilitation /postprimäre Rehabilitation in die weiterführende Rehabilitation und Anschlusheilbehandlung möglich. Die Abteilung Frührehabilitation existiert seit Anfang der 80er Jahre und wurde 1997 und 2002 erweitert. Eine neue Herausforderung ist die Einbindung der so genannten Phase-B-Rehabilitation in das DRG System ab dem 01.01.2005.

Link: www.hardtwaldklinik1.de


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Aktualisiert am 27.10.2008