Wicker-Magazin 11. Ausgabe 2005


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Entwicklung der Hardtwaldklinik I, Bad Zwesten

Die Hardtwaldklinik I in Bad Zwesten wurde am 01.04.1972 als „Sanatorium für Nervenerkrankungen“ in Betrieb genommen. Damals hieß „Bad Zwesten“ noch „Zwesten“ und war „staatlich anerkannter Erholungsort“. Später bekam der Ort die Prädikate „Heilquellen- und Kurbetrieb“ und zuletzt den Titel „Bad Zwesten“ verliehen. Der Klinikträger Werner Wilhelm Wicker konnte 1972 Prof. Dr. med. Günther Wolf als Chefarzt gewinnen, der zuvor an der Universitätsklinik Homburg / Saar als Ltd. Oberarzt tätig war. In den folgenden Jahren wurde das Konzept der Hardtwaldklinik I ständig erweitert, in steter Zusammenarbeit und mit Unterstützung durch die BfA in Berlin als Hauptbelegungsträger. 1978 wurde die Neurologische Akutklinik unter dem Dach der Hardtwaldklinik I etabliert. Bei der Neurologischen Akutklinik handelte es sich um ein Akutkrankenhaus (im Sinne des § 108/109 SGB V bzw. § 371 SGB V). Im Hinblick auf die aktuellen Bestrebungen um Integrierte Versorgungsstrukturen wird deutlich, wie zukunftsweisend die medizinische Konzeption unserer beiden Kliniken bereits im Jahr 1978 war. Seit Februar 1985 ist Prof. Dr. med. Frank- L.Welter mit der Ärztlichen Leitung beider Häuser betraut. Anfang der 80er Jahre kam die sog. „Dependance“ hinzu, also ein Betriebsteil der Hardtwaldklinik I in der Hardtwaldklinik II. In dieser Dependance wurden überwiegend PatientInnen mit psychotherapeutischen / psychosomatischen Störungen behandelt. Mitte der 80er Jahre wurde diese Abteilung um die Bereiche „Psychodrama“ und Gestalttherapie“ erweitert. Die Leitung der Abteilung Psychiatrie - Psychotherapie liegt seit dem 01.07.1988 in den Händen von Dr. med. Jürgen Schlosser. In der Dependance befindet sich heute die Abteilung „Psychotherapie -Psychosomatik“ unter der Leitung von Birgit Landgrebe. Am 01.04.1979 wurde die Radiologische Praxis Dr. Mariß im Gebäude der Hardtwaldklinik I integriert. Von Anfang an zeichnete sich diese Praxis - mit tätiger Unterstützung des Klinikträgers - durch permanente Innovation in der Gerätemedizin aus. Der hieraus resultierende Technologievorsprung erweiterte die diagnostischen Möglichkeiten der Hardtwaldklinik I, der Neurologischen Akutklinik und der anderen zur Unternehmensgruppe gehörenden Kliniken immens und war notwendiger Grundstein für das heutige radiologische Leistungsspektrum unserer beiden Kliniken. Das Radiologische Institut Dres. Mariß / Aref hat heute einen anerkannten Platz in der Radiologie Nord- und Oberhessens, nicht zuletzt durch die teleradiologische Vernetzung mit 14 Krankenhäusern und mehreren Facharztpraxen der näheren und weiteren Umgebung. Im Jahr 1982 wurde die Abteilung Neurologie um eine Abteilung für Neurologische Frührehabilitation erweitert. Dies war ein wesentlicher Schritt, um zur heutigen Gesamtkonzeption der Abteilung Neurologie, die im Rahmen eines Integrativen Versorgungskonzeptes alle Phasen der neurologischen Behandlung abdeckt, zu gelangen. Aus dem einstigen „Sanatorium für Nervenerkrankungen“ ist durch die vorgenannten Innovationen eine moderne Fachklinik für neurologische, psychiatrische und psychotherapeutische Medizin mit integrierter neurologischer Akutklinik und dem Radiologischen Institut entstanden.

Die Kliniken verfügen heute insgesamt über 459 Betten, die sich wie folgt auf die Fachabteilungen verteilen:

  • Neurologisches Zentrum Bad Zwesten
    Leitung: Prof. Dr.med. Frank-L.Welter
  • Neurologische Rehabilitation mit neurologischer Psychosomatik und Schmerztherapie
    Ltd. Abteilungsarzt:
    Dr.med. Klaus Euteneuer 146 Betten
  • Neurologische Frührehabilitation
    Ltd. Abteilungsarzt: Martin Heinemann 77 Betten

Link: www.hardtwaldklinik1.de


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Aktualisiert am 27.10.2008