Wicker-Magazin 11. Ausgabe 2005


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Vorwort von Michael Wicker

Michael Wicker
Michael Wicker

Als mein Vater Werner J. Wilhelm Wicker 1965 die Wicker -Klinik in Bad Wildungen eröffnete, gehörte er nicht nur zu den Pionieren der Rehabilitation, sondern setzte gleichzeitig neue Maßstäbe. So gab es für die 280 Patienten des damaligen Sanatoriums Wicker ausschließlich Doppel- und Einzelzimmer, welche alle mit eigener Nasszelle - also Dusche, WC, Waschbecken - versehen waren. Dieser Standard war Ende 1965 außergewöhnlich. Für die 280 Patienten gab es 1 Chefarzt, 1 Oberarzt, 6 Stationsärzte, 9 Schwestern und 8 medizinisch - technische Assistentinnen. Für die Therapie wurden die Kurmitteleinrichtungen der Kurverwaltung in Anspruch genommen. Der damalige Pflegesatz betrug 28,77 DM (14,71 EUR) und beinhaltete - wie auch heute üblich-Unterkunft und Vollpension, die gesamte ärztliche, pflegerische und therapeutische Betreuung inklusive der Kurmittel und notwendiger Medikamente. Zur damaligen Zeit gab es für die Patienten ein Taschengeld seitens der Rentenversicherungsträger für erhöhte Aufwendungen am Kurort. Hieraus ist, wie Sie sicherlich wissen, mittlerweile eine Zuzahlung geworden. Überhaupt haben sich die Rahmenbedingungen für alle am Gesundheitswesen Beteiligten - vor allen Dingen in den letzten 10 Jahren - maßgeblich verschlechtert. Bei den Patienten werden Maßnahmen nur noch in geringerem Umfang und dann auch meist mit geringerer Dauer gewährt. Dies bedeutet, dass der Patient deutlich schwerer erkrankt sein muss als früher, um eine Rehamaßnahme genehmigt zu bekommen. Die Anzahl der Mitarbeiter in den Kliniken hat sich im Regelfall nicht erhöht, obwohl die Patienten im Schnitt schwerer erkrankt sind. Die Pflegesätze sind in den letzten Jahren deutlich geringer gestiegen als sich die Kosten entwickelt haben, aber zugegebenermaßen haben auch die Kranken- und Rentenversicherungsträger mit finanziellen Problemen zu kämpfen. Nichtsdestotrotz hat die Wicker -Gruppe an qualitativ hochwertigen Standards festgehalten und diese auch durch zahlreiche Zertifizierungen nach DIN ISO 9000 ff unter Beweis gestellt. Unser Ziel ist es, unseren Patienten auch zukünftig eine qualitativ hochwertige Rehabilitation zu bieten, wobei allerdings auch wir den allgemeinen Einschränkungen im Gesundheitswesen unterliegen. Ich danke allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Wicker -Gruppe für ihr hohes Engagement, das durch viele positive Patientenmeldungen bestätigt wird.

Michael Wicker


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Aktualisiert am 27.10.2008