von Manuela Mitrenga, Werner-Wicker-Klinik
Beim Durchblättern des Seminarkatalogs der Wicker -Gruppe fiel mein Augenmerk
auf den Rhetorikkurs. Bei Zugang der Teilnehmerliste war ich etwas erstaunt
darüber, dass sich die Gruppe nicht aus möglichst homogenen Teilnehmern
zusammensetzte, sondern das breite Spektrum der Wicker -Mitarbeiter
widerspiegelte. Die erste Übung bestand in der Vorstellung eines zuvor
interviewten Gesprächspartners. Als jemand, der sonst nicht auf den Mund
gefallen ist, hatte ich plötzlich vor lauter Aufregung die zuvor sorgsam
ausgewählten Worte nicht mehr parat, was nicht nur für mich eine völlig neue
Erfahrung war. Unser Kursleiter Michael Welke (www.welke- trainings.de), der
seit 1990 freiberuflich als Kommunikations- und Managementtrainer arbeitet und
in Krankenhäusern Seminare für alle Berufsgruppen anbietet, vermittelte
anschaulich die Inhalte der Rhetorik.
Die Theorie musste dann in Form
eines kurzen Vortrags umgesetzt werden. Es kam nicht mehr nur auf die
sprachliche Gestaltung an, vielmehr auch auf die Gestik und Mimik, mit der wir
die Inhalte zu vermitteln versuchten. Um mehr Alltagsnähe zu erreichen,
schlüpfte Herr Welke in verschiedene Rollen, mal in die des Redsamen, der sich
in seinem Redefluss nicht bremsen lässt, mal in die eines Besserwissers etc..
Hier war Improvisation und Fingerspitzengefühl gefragt, um einerseits den
Störenfried nicht zu befremden, aber trotzdem fortfahren zu können. Bei der
anschließenden Analyse sparte Herr Welke nicht an Kritik. Während im Alltag
Kritik oft nur noch als persönlicher Angriff gewertet wird, den es abzuwehren
gilt, verstand es Herr Welke auf die ihm eigene witzige Weise Kritik wieder als
das zu veranschaulichen, was sie eigentlich ist, nämlich Verbesserungsvorschlag,
aus dem man positiven Nutzen ziehen kann. Das Seminar diente der
Grundlagenvermittlung und erweckte bei den Kursteilnehmern das Interesse bei
einem gezielten Training das Erlernte umzusetzen, was dann im Folgeseminar
geschehen wird. Ein schöner Nebeneffekt des Kurses war, dass man mit
Mitarbeitern anderer Abteilungen/Kliniken ins Gespräch kam, vieles Neues und
Interessantes erfuhr, was zum besseren gegenseitigen Verständnis diente und eine
zukünftige Zusammenarbeit erleichtern wird.
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Reihe stehend von links: Dr. Volker Schmiedel, Ursula
Müller, Dr. Reinhart Butsch, Yvonne Hoppe, Anke Karitzki, Sylvia
Rettich, Albert Breuer - Reihe knieend von links: Rüdiger Brinkmann,
Manuela Mitrenga, Gesine Habermann, Thomas Fischer - liegend: Michael
Welke |