|
Sportmedizin und Gesundheitssport im Fettstoffwechsel
Das Institut für Prävention und Sportmedizin wurde am 1. 04.2004 in der Bad
Wildunger Klinik am Homberg gegründet. In den ersten 18 Monaten seit Gründung
wurden ca. 1.000 sportmedizinische Untersuchungen durchgeführt. Die
Basisdiagnostik besteht aus der Erfassung der Körperbauanalyse
(Bioimpedanzmessung), der Ableitung der Herzstromkurve in Ruhe und unter
Belastung (Ruhe- und Belastungs - EKG), der Lungenfunktionsprüfung und einer
ausführlichen allgemeinmedizinisch- internistisch ausgerichteten körperlichen
Untersuchung. Die Belastungsprüfung findet je nach Interessenlage auf dem
Laufband (Walking, Nordic Walking, Joggen), auf dem Fahrradergometer, auf dem
Ruderergometer oder am Handkurbelergometer statt. Über die Laktatabnahme am
Ohrläppchen können Stoffwechselbereiche differenziert werden. Für spezielle
diagnostische Anfragen bzw. für eine detaillierte Überprüfung des Herz-
Kreislauf -Atmungssystems und die Verifizierung der Laktatleistungskurve kann
eine Spiroergometrie (= Atemgasanalyse mit indirekter Kaloriemetrie)
durchgeführt werden.
Anhand der Laktatleistungskurve unterscheidet man einen Regenerations- bzw.
Rekompensationsbereich und den Grundlagenausdauerbereich 1 im überwiegenden
Fettstoffwechsel. Für intensivere Belastungen im Grundlagenausdauerbereich2
werden überwiegend Kohlenhydrate vollständig zu Kohlendioxid und Wasser
verstoffwechselt. Bei hochintensiven Belastungen nähert man sich der
individuellen Dauerleistungsgrenze (=aerob/ anaeroben Schwelle) an, ab der die
Kohlenhydrate nicht mehr vollständig verstoffwechselt werden können. Somit kommt
es zur unvollständigen Verbrennung der Kohlenhydrate und zur zunehmenden
Laktatakkumulation. Belastungen oberhalb der Dauerleistungsgrenze führen
zwangsläufig zur Ermüdungsaufstockung mit nachfolgendem Belastungsabbruch.
Die Belastungsintensitäten im Gesundheitssport mit der Zielsetzung der
Erhaltung und Stabilisation der körperlichen Leistungsfähigkeit sowie der
Gewichtsreduktion sollten grundsätzlich im aeroben Stoffwechselbereich 1,0 –
1,75 Std. je nach Trainingszustand und Leistungsfähigkeit) zum Leistungsknick,
d.h. beim Walking, Nordic Walking, Laufen, Inline- Skaten oder Radfahren nimmt
die Bewegungsgeschwindigkeit ab. (siehe Tabelle 2)
Sinnvoller sind demzufolge Belastungen im Fettstoffwechsel, die über lange
Belastungszeiträume ohne einen Leistungsknick bei konstanter
Bewegungsgeschwindigkeit aufrechterhalten werden können. In diesem
Intensitätsbereich lernt der Körper, auf das Speicherfett des Körpers als
Energiequelle zurückzugreifen. Um das Fett verbrennen zu können, muss der Körper
über die Atmung mehr Sauerstoff zu führen. Insofern steigert man in diesem
Intensitätsbereich über eine vermehrte Sauerstoffaufnahme die körperliche
Leistungsfähigkeit und reduziert das Körpergewicht, ohne sich exzessiv quälen zu
müssen. Geeignete Sportarten zum körperlichen Training im
Fettstoffwechselbereich sind moderate Gartenarbeiten, Walking, Nordic Walking,
Radsport, Inline - Skaten, Skilanglauf, Eislauf, Aqua-Fitness und Schwimmsport.
Unter dem Motto „Sich bewegen ohne sich zu quälen“ hat man nicht nur Spaß am
Sport und an der Bewegung, sondern man kann die körperliche Leistungsfähigkeit
im Alter stabilisieren bzw. verbessern und gleichzeitig Körpergewicht durch
Fettverbrennung reduzieren. Spezielle Sport- und Übergewicht- Programme auf
Anfrage.

Weitere Informationen von:
Klinik am Homberg IPUS 34537
Bad Wildungen Telefon 05621 793 276 www.klinik-am-homberg.de ipus@klinik-am-homberg.de
|