von Dr. med. Achim Richter
Im Oktober 2006 feiert die Inselsberg-Klinik in Tabarz ihr
15-jähriges Bestehen als Onkologische AHB- und Nachsorgeklinik. Vielen tausend
Patienten konnte in dieser Zeit Unterstützung bei der Bewältigung ihrer
Erkrankung, bei der Wiedererlangung ihrer Leistungsfähigkeit wie auch beim
Umgang mit teils bleibenden Einschränkungen gegeben werden.
Die Klinik wurde
nach kurzer kommissarischer Leitung durch Dr. Sigurd Scholze dann seit 1. 1.1992
von Herrn MR Dr. Volker von Paris geführt und in ihrer Arbeit wie auch dem
Umgang mit den uns anvertrauten Patienten geprägt. Herr Dr. med. von Paris war
seit 1978 in der damaligen Medizinischen Akademie Erfurt onkologisch tätig und
hatte neben seinen langjährigen Erfahrungen in der Therapie vor allem solider
Tumoren auch die kollegialen Kontakte im Thüringer Umfeld für die nötige
Zusammenarbeit und Belegung der Klinik einbringen können.
Unter seiner Leitung hat sich die Inselsberg- Klinik Tabarz zu
einer guten Adresse für die onkologische Rehabilitation entwickelt, die
fachlich-kompetente Arbeit ist über Thüringen hinaus anerkannt und auch durch
die seit 2000 erfolgreiche Zertifizierung bestätigt worden.
Aus gesundheitlichen Gründen wird Herr MR Dr. med. von Paris (Jg. 1943) die
Klinikleitung am 31.10.2006 abgeben und in den verdienten Ruhestand treten.
Wir wünschen ihm aus diesem Anlass alles erdenklich Gute, verbunden mit einem
Dank für die jahrelange erfolgreiche Tätigkeit.
Zum Nachfolger im Amt wurde Herr Dr. med. Achim Richter (Jg. 1961) berufen,
der bereits seit 1998 als Oberarzt in der Klinik tätig ist. In den letzten
beiden Jahren hatte Herr Dr. med. Richter in den Helios-Kliniken Erfurt und
Gotha die notwendigen Weiterbildungszeiten zur Teilgebietsbezeichnung
"Hämatologie und Internistische Onkologie" absolviert. Damit ist neben der
bereits durch den 1. Oberarzt Dr. med. Michael Sebert vertretenen Pneumologie
eine zweite Teilgebietsbezeichnung am Hause etabliert.
Herr Dr. Sebert hatte in der Zeit des krankheitsbedingten Ausfalls des
Chefarztes die Klinik stellvertretend engagiert geführt.
Zielstellung der Klinikleitung wird auch im Weiteren die umfassende
rehabilitative Betreuung unserer Patienten sein, wofür die Sicherung der
Belegung und damit der Arbeitsplätze ein wesentlicher Aspekt ist. Dabei wäre
eine Ausdehnung der Hauptbelegungsdiagnosen über die soliden Tumoren (hier
entsprechend unserem Qualitätsbericht vor allem Mamma-, Prostata-, kolorektales
und Bronchialkarzinom) hinaus zu malignen Systemerkrankungen einschließlich
Zustand nach autologer Blutstammzelltransplantation ein interessanter Ansatz.
Neben der engen Zusammenarbeit in der Region zeugt die Patientenzuweisung aus
anderen Bundesländern erfreulicherweise auch dort von Interesse und der
Anerkennung unserer Klinik.