Die ErgotherapeutInnen der Wicker-Gruppe
von Christoph Costabel, Doris Grohmann
Das regelmäßige Jahrestreffen unserer Berufsgruppe, das im Jahre
2001 ins Leben gerufen wurde, richtete die Ergotherapie des Stammhauses zum
zweiten Male aus.
Wir trafen uns inzwischen in den Kliniken: am Homberg, WWK,
Stammhaus, am Osterbach und in der HWK 1, stellten uns gegenseitig unsere
Abteilungen einschließlich deren Konzepte vor und profitierten durch einen regen
Erfahrungsaustausch. Da den TeilnehmerInnen unsere Abteilung schon bekannt war,
organisierten wir dieses Treffen in Form einer Arbeitsgruppe mit dem Ziel, die
Evaluation von belastungs- und arbeitsrelevanten Aussagen in Neurologie und
Psychosomatik weiterzuentwickeln. Begrüßt wurden wir von der Chefärztin der
Psychosomatischen Abteilung des Stammhauses, Dr. med. G. Fröhlich-Gildhoff. Sie
erläuterte anhand einer Broschüre der Rentenversicherung Bund "Neue
Anforderungen aus Beruf und Gesellschaft", wie wichtig die Anpassung unserer
Aufgaben und Aussagen in diesem Sinne sei und wünschte eine erfolgreiche
Arbeitstagung.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer berichteten aus ihren
Berufsfeldern, wie weit sie inzwischen ihre jeweiligen Therapieprogramme an die
Vorgaben der Deutschen Rentenversicherung Bund angepasst bzw. umgeändert haben,
um Aussagen über Steigerung der Belastbarkeit oder eine
Arbeitsfähigkeitseinstufung abgeben zu können. So konnten wir Ergebnisse aus
entsprechenden, aber auch unterschiedlichen Richtungen sammeln: Abschlußberichte
wurden mit Skalen versehen, um bei Entlassung die Unterschiedsbeurteilung zur
Aufnahme in der Klinik darzustellen.
Einige formulieren dies mit Hilfe von Textbausteinen. Viele der
Abteilungen benützen inzwischen die Auswertungen des COG Pack - Programmes.
Verschiedentlich gibt es auch Therapiegruppen, die Aussagen machen können zur
Entwicklung der Qualität, Quantität und/oder zur benötigten Zeit. Wie auch immer
die Ergebnisse zurzeit gefasst werden, alle waren sich einig, dass als
Grundvoraussetzung für unser Tätigwerden das Rehabilitationsziel des jeweiligen
Patienten und dessen medizinische Belastbarkeit nach der ärztlichen Aufnahme
feststeht. Nach Brainstorming über weitere Ideen zu diesem Thema mit intensiver
Diskussion gab es ein vergnügliches Mittagessen, was weiteren Einfällen Nahrung
geben sollte auf diesem für uns alle relativ neuen Gebiet. Da wir am frühen
Nachmittag abschätzen könnten, dass wir bei dieser ersten Zusammenkunft mit
diesem Thema keine weiteren bedeutenden Ergebnisse fassen konnten beschlossen
wir, uns Einzelaufträge zur Erarbeitung zu erteilen. Da die Deutsche
Rentenversicherung Bund in ihrer KTL - Liste dem Handwerk bei dem
Belastungstraining einen relativ hohen Stellenwert einräumt beschlossen wir,
dieses zukünftig "Technisches Handwerk" zu nennen und die einzelnen Kliniken
werden Vorgaben erarbeiten, durch die Qualitäts-, Quantitäts- und
Zeitunterschiede messbar werden. Das Entsprechende gilt für Bürotätigkeiten. So
erarbeiten das Stammhaus die Materialien Peddigrohr und Holz, HWK I Holz, HWK II
Papier, Pappe und Ton, Klinik am Homberg Bürotätigkeiten und Klinik Westend
Haushaltstraining. Diese Arbeitsgruppe hat sich zum Schluss noch einen Namen
gegeben, wir sind jetzt die "Projektgruppe Belastungserprobung" und werden
wieder im Stammhaus zusammenfinden.
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