Auf dem Jakobsweg

Wicker-Magazin 14. Ausgabe 2008 - Die Zeitschrift der Wicker-Gruppe
Druckversion vom 01.07.2008
URL: http://www.wicker-magazin.de/14/auf-dem-jakobsweg.html


Zitat

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung schreibt:

„Ein ehrlicher und berührender Bericht über die Strapazen der Pilgerreise. Der Lebensmut von Felix Bernhard steckt an.“


Felix Bernhard
Dem einen Leben auf der Spur
Als Pilger auf dem Jakobsweg
224 Seiten, gebunden
18,90 Euro
ISBN: 978-3-502-15093-0
Scherz Verlag
 
 


Als Pilger auf dem Jakobsweg

Auf dem Jakobsweg - Bildvergrößerung mit Mausklick

Felix Bernhard:
Dem eigenen Leben auf der Spur.
Als Pilger auf dem Jakobsweg

Seit 13 Jahren feiert Felix Bernhard jedes Jahr zwei Geburtstage: Das Datum vor und nach seinem schweren Motorradunfall. In seinem Buch beschreibt der frühere Leistungssportler, mit welcher Willensanstrengung er lernen musste, sein Leben als Rollstuhlfahrer in den Griff zu bekommen. Allen Widerständen zum Trotz pilgert er deshalb drei Mal auf dem Jakobsweg und macht das Unmögliche möglich: Er überwand die steilen Pässe und endlosen Ebenen unter sengender Sonne und strömendem Regen. Allein und – im Rollstuhl. Auf beeindruckende und berührende Weise schildert ein junger Mann seinen Kampf mit sich selbst, den er wild entschlossen ist, jeden Tag aufs Neue zu gewinnen.

Über 2000 km auf dem Jakobsweg.
Alleine und – im Rollstuhl
Felix Bernhard, geboren 1973, lebt in Frankfurt am Main und arbeitet dort bei einer großen deutschen Bank. Zuvor hatte er mehr als drei Jahre in den USA verbracht und dort sein Studium der Betriebswirtschaftslehre abgeschlossen. 1993 erlitt der Autor einen schweren Motorradunfall und ist seitdem querschnittsgelähmt. Bei intensiven Pilgerreisen findet er einen sportlichen Ausgleich zu langen Arbeitstagen und Muße zur Reflexion. 2.225 Kilometer hat er mit dem Rollstuhl auf dem Jakobsweg inzwischen zurückgelegt: 700 Kilometer auf dem Camino Frances, 550 auf dem Chemin de Saint Jaques und schließlich 1.200 Kilometer allein auf der Via de la Plata in Spanien im September 2005

Interview des Wicker Magazin mit Felix Bernhard

Wicker-Magazin:
Warum sind Sie den Jacobsweg (im Rollstuhl) gegangen?

Felix Bernhard:
„Der Jakobsweg hat mich genauso gefunden, wie ich ihn. Ich suchte schon länger eine intensive Form des Reisens, des Erlebens, die Möglichkeit zur tiefen Refl exion, der einfachen Bewegung in der Natur und der offenen Begegnung mit anderen Pilgern. Ich habe mich an dieses Abenteuer gewagt, da ich mich vom Rollstuhl diesbezüglich nicht stoppen lassen wollte.“

Wicker-Magazin:
Was hat Ihnen besonders auf dem Weg gefallen?

Felix Bernhard:
„Besonders gut hat mir die Stille und Weite gefallen, den Luxus zu haben für längere Zeit nicht erreichbar zu sein und sich nur auf den nächsten Schritt zu konzentrieren. Dann bin ich im Augenblick und vollständig glücklich, höre auf zu denken und bin erfüllt von meiner Umgebung. Im Buch schreibe ich‚ es gibt dann nichts was mich ablenkt.“

Wicker Magazin:
Warum haben Sie das Buch geschrieben?

Felix Bernhard:
„Das Buch schreiben zu dürfen ist ein großes Geschenk, denn ich darf von meiner Reise erzählen und kann vielleicht auch andere Menschen ermutigen aufzubrechen und vielleicht etwas Neues zu wagen, eigene wahrgenommene Grenzen zu hinterfragen. Das Schöne beim Schreiben war: Ich bin den Weg noch mal gegangen und jetzt bei den Lesungen gehe ich gemeinsam mit den Zuhörern“

Wicker Magazin:
Was möchten Sie Behinderten und Nichtbehinderten mitteilen?

Felix Bernhard:
„Pilgern ist ein Lebensgefühl und eigentlich sind wir ALLE Pilger, ob bewusst oder unbewusst. Mir hat es geholfen mit meiner Lebenssituation - damit meine ich auch die im Buch beschriebene Situation in meiner Familie – gelassener umzugehen. Die Lektionen des Jakobsweges sind bestechend einfach und ihnen zu folgen hat mich immer mit einem tiefen Glücksgefühl erfüllt.“

Wicker Magazin:
Wir danken für das Interview



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