Die Besucher des Aktionstages konnten sich in den Pausen ausführlich über verschiedenste Selbsthilfegruppen informieren sowie das Personal der Klinik für Rückfragen aufsuchen.
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Hilfe zur Selbsthilfe

Die Besucher des Aktionstages konnten sich in den Pausen ausführlich über <br>verschiedenste Selbsthilfegruppen informieren sowie das Personal der Klinik für Rückfragen aufsuchen. - Bildvergrößerung mit Mausklick
Die Besucher des Aktionstages konnten sich in den Pausen ausführlich über verschiedenste
Selbsthilfegruppen informieren sowie das Personal der Klinik für Rückfragen aufsuchen.

„Hilfe zur Selbsthilfe“
Klinik am Homberg veranstaltete Reha-Tag für Selbsthilfegruppen

von Michael Stützle

Eine Woche vor dem bundesweiten Reha-Tag, veranstaltete die Klinik am Homberg einen „Reha-Tag für Selbsthilfegruppen“ unter dem Motto „Rehabilitation ist Hilfe zur Selbsthilfe“. Etwa 40 Personen aus eingeladenen Selbsthilfegruppen nahmen an dem Informationstag teil und informierten sich anhand von Vorträgen über chronische Krankheiten wie Arthrose, Osteoporose sowie auch über seelische Erkrankungen. Dr. med. Heike Schulze und Dr. med. Ralph Wieczorek leiteten die Veranstaltung und führten zusammen mit Julia Buhrow, Annette Meyer und Ulrich Höhle durch das sechsstündige Programm.

„Wir legen Ihnen die Werkzeuge hin und Sie bauen sich Ihren eigenen Werkzeugkoffer selbst zusammen“. Nach diesem Prinzip verkündet Dr. Ralph Wieczorek den Wunsch nach selbstständiger Vorsorge. „Reha blickt dabei in die Zukunft.

Der Beitrag, den Sie dazu leisten können ist größer denn je“, vervollständigte er und machte darauf aufmerksam, dass es ein Fehler wäre, sich erst dann um seine Gesundheit zu kümmern, wenn bereits eine Krankheit eingetreten sei oder unvermeidlich wäre. Dr. Wieczorek eröffnete mit seinem Vortag „Arthrose – Es gibt viel zu tun – Packen wir’s an“ den Reha-Tag. Er veranschaulichte den Entstehungsprozess dieser Gelenkkrankheit und stellte verschiedene Behandlungsmethoden vor, um einer dauerhaften Schädigung des Gelenkes entgegen zu wirken. So können schon einfache Schuheinlagen oder eine Ernährungsumstellung zu einem verbesserten Krankheitsbild führen. Deutliche Erfolge entstünden jedoch besonders durch eine medizinische Trainingstherapie, bei der einzelne Muskelgruppen gezielt beansprucht werden können. Auch Osteoporosepatienten können ihre Beschwerden durch Sport lindern. Etwa 10 Prozent der Bundesbevölkerung leidet aktuell an dieser Knochenkrankheit, die vor allem in der zweiten Lebenshälfte zum Tragen kommt. Besonders im jugendlichen Alter ist Vorbeugung durch viel Bewegung und eine ausgeglichene Ernährung sehr hilfreich. Ernährungswissenschaftlerin Julia Buhrow riet ebenfalls vom Alkoholtrinken und Rauchen ab, da sie Entzündungsprozesse fördern würden. Zudem solle statt auf tierische Lebensmittel, wie Schweineschmalz oder andere Fleischarten, verstärkt auf Fisch und Öle zurückgegriffen werden.

„Körperliche Erkrankungen führen oft zu seelischen Veränderungen“ erklärte Dr. Wieczorek in seiner Eröffnungsrede. Die Distanzierung zum alltäglichen Leben führt bei vielen Patienten zu einer Depression. Eine ganzheitliche Therapie ist hierbei der zentrale Punkt. „Es geht nicht nur um die äußere sondern auch um die innere Behandlung“ verdeutlichte Dr. Heike Schulze in ihrem Vortrag.

Das Verstehen der Zusammenhänge zwischen Krankheit und seelischen Veränderungen spielt hierbei eine große Rolle. Soziales Engagement und kreative Behandlungsmöglichkeiten setzen Maßstäbe, um eine erfolgreiche Wiedereingliederung in die Erwerbstätigkeit beziehungsweise in das Alltagsleben zu ermöglichen. Besonders beliebt sind Sporttherapien und Entspannungsverfahren, beispielsweise das „Atembiofeedback“. Besucher des Aktionstages konnten sich von dieser seit 15 Jahren in der Klinik eingesetzten Entspannungsübung informieren und sich von Marianne Pfeifferling als Versuchspatient von der Wirkung überzeugen lassen. Auch die Klinikführung mit Dr. Heike Schulze sowie das Ernährungsquiz von Julia Buhrow wurden sehr gut angenommen.

Nach Ansicht der Veranstalter war dieser Aktionstag ein voller Erfolg. Auch die Teilnehmer waren sehr zufrieden. „Ich fand es sehr gut und die Vorträge waren besonders aufschlussreich präsentiert“, erzählte Gisela Röhrig von der Selbsthilfegruppe „Rheumaliga Bad Wildungen“ und fügte hinzu, dass es der bisher beste Klinikbesuch gewesen wäre.

Der vierte Deutsche Reha-Tag stand 2007 unter dem Motto „REchtzeitig HAndeln – Reha vernetzt“ und fand am 22. September in rund 150 Kliniken und Einrichtungen der Rehabilitation statt.

Für weitere Fragen und Informationen steht Ulrich Höhle,
Telefon (0 56 21) 79 39 45, gern zur Verfügung.
www.klinik-am-homberg.de

 

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