


Der Kaiserhof in Bad Wildungen
„Kaiserhof“ in Bad Wildungen
Einmaliges Konzept –
hessenweit, neue Nutzung des historischen Gebäudes
Die Anzahl von Menschen, jungen und mittleren Alters, mit Folgezuständen nach Schlaganfall (Hirninfakt, Hirnblutung), infolge von Schädel-Hirn-Trauma, hypoxischer Hirnschädigung, entzündlichen Erkrankungen des ZNS, Hirntumoren oder auch Hirngefäßprozessen, wächst stetig an. Daher wird das Gebäude Kaiserhof von der Wollmert und Wicker OHG umfangreich renoviert und den Erfordernissen und gesetzlichen Vorschriften entsprechend umgebaut. Die neue Nutzung des historischen Gebäudes umfasst drei Konzepte:
Schwerstpflege/Beatmung
Die Schwerstkranken und/oder beatmungspflichtigen Bewohner, bedürfen einer aktivierenden, zustandserhaltenden und qualitativ hochwertigen Pflege (Grundpflege, Prophylaxen und Behandlungspflege), sowie umfassender therapeutischer Maßnahmen. Konkret sind dies Maßnahmen auf der Basis des Bobath- und Affolterkonzeptes.
Als weitere Förderkonzepte finden Basale Stimulation und Fazioorale Therapie Anwendung. Die Ernährung über eine nasogastrale Verweilsonde bzw. PEG, sowie Tracheostoma und transurethrale / suprapubische Blasenkatheder oder MRSA Besiedelung sind keine Ausschlusskriterien. 75% der Mitarbeiter in der Pflege sind examiniert und drei Mitarbeiter verfügen über die Fachweiterbildung Anästhesie/ Intensivpflege.
Medizinisch werden unsere Bewohner durch vor Ort niedergelassene Fachärzte für Allgemeinmedizin, Anästhesie und Intensivmedizin, Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie betreut. Im Fachbereich Schwerstpflege/Beatmung des Pflege- und Betreuungszentrums Waldeck gelang es uns in den zurückliegenden Monaten in enger Zusammenarbeit mit den behandelnden Fachärzten drei Bewohner von der Beatmung zu entwöhnen.
Wohngruppen
In einem weiteren, organisatorisch unabhängigen Bereich, sollen Menschen betreut werden, die nach einer erworbenen Hirnschädigung vor allem unter neuropsychologischen Störungen leiden. Dazu gehören Störungen der geistigen Leistungsfähigkeit, emotional-affektive Störungen sowie Störungen des Sozialverhaltens. Betroffene leiden z. B. unter ausgeprägten Gedächtnisstörungen und können ihr Verhalten und ihre Gefühle nicht steuern. Gerade diese schweren neuropsychologischen Schädigungen führen häufig dazu, dass die Betroffenen trotz geringer motorischer Probleme, nach Abschluss der Rehabilitation nicht wieder in ihr ursprüngliches soziales Umfeld integriert werden können. Für stark desorientierte, weglaufgefährdete Bewohner ist eine kleine, geschlossene Abteilung mit intensiver Tagesbetreuung geplant. Die nun bereits mehrjährigen Erfahrungen im Wohn- und Pflegeheim „Am Laupark“ mit dieser Personengruppe haben gezeigt, dass bei einem nicht unerheblichen Teil dieser Menschen eine weitere Förderung möglich ist. Durch das Konzept der neuropsychologisch supervidierten Pflege, Betreuung und Förderung des Einzelnen konnte es gelingen, einen Teil dieser Betroffenen wieder in ihre ursprüngliche Familie, in ein selbständigeres Leben, zum Teil sogar in eine Arbeit einzugliedern.
Behinderten-/Rollstuhlgerechte Wohnungen
Zur Erprobung eines selbständigeren Lebens sind im Wohn- und Pflegeheim „Kaiserhof“ zusätzlich kleine Wohnungen vorgesehen. Hier soll es für die Betroffenen möglich sein, zunächst noch unter der Anleitung und dem Schutz der ihnen vertrauten Mitarbeiter, eine eigenständige Lebensführung einzuüben.
Für die Schwierigkeiten die hierbei auftreten werden Lösungen gefunden, und können dann spezifisch geübt werden.
Im 3. Obergeschoss werden sechs weitere Wohnungen für betreutes Wohnen, aber auch für die Angehörigen unserer Bewohner vorgehalten. Alle Wohnungen sind auch für Rollstuhlfahrer geeignet und verfügen über Notfallklingeln.
Kontakt
Wohn- und Pflegeheim
„Kaiserhof“
Geschäftsführer Heinrich Wollmert
Brunnenallee 21
34537 Bad Wildungen
Telefon (01 71) 4 52 94 56
Herr Heinrich Wollmert
Pflegedienstleitung Frau Walendi
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Aktualisiert am 02.09.2008