Wicker-Magazin 15. Ausgabe · Januar-Dezember 2009 · www.wicker-magazin.de
Druckversion vom 09.01.2009
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Musiktherapeut Thomas Schröter
ein Erfahrungsbericht von Ana Mićin, Kommunikationsbeauftragte der Sonnenberg-Klinik
Mit der "Spurensuche" als dem ersten Leitwort der diesjährigen Soodener Gespräche wurde der Kongress am 19.09.08 in der Sonnenberg- Klinik eröffnet. Die Berliner Künstlerin und ehemalige Patientin der Sonnenberg-Klinik, Frau Susanne Ludwig, ließ die Besucher mittels ihrer Fotosequenzausstellung "Spuren" an ihren Gedanken und Gefühlen während der Auseinandersetzung mit ihrer Krebserkrankung teil haben. Die Fotos sind während ihres Klinikaufenthaltes in Bad Sooden-Allendorf entstanden. Zunächst ohne Planung entstanden reflektieren die Bilder im Nachhinein "eine Innenschau oder die unbewußte Suche in der Natur nach einer Entsprechung für den eigenen, inneren Zustand", so Frau Ludwig.
Der Vortrag des Musiktherapeuten und Dipl. Sozialpädagogen
Thomas Schröter griff mit dem Thema "Musiktherapie - Dialog von
Mensch und Musik" das zweite Leitwort der Soodener Gespräche, den
Dialog, auf. Mit dem Zitat von Victor Hugo "Musik drückt aus, was
man nicht sagen kann und worüber zu schweigen unmöglich ist"
visualisierte Herr Schröter die Kraft der Musik und somit ihren
Einfluss auf den Zuhörer. Beim Musik hören entsteht ein hör- und
spürbarer "Raum" in dem alle Emotionen, auch Wut, Schmerz, Trauer
und Lebensfreude, Platz finden können. Dieser Veränderung der
Wahrnehmung und des Erlebens bedient sich die Musiktherapie um
gesundheitsfördernde regulatorische Prozesse in Gang zu
setzen.
Mit dem Konzert "Sternstunden des Musicals oder die himmlischen
Träume des Robert Stolz" endete klangvoll der erste Tag der
Soodener Gespräche.
Der Zuhörer wurde von den Künstlern auf eine unvergessliche Reise zu den über vierzig unvergänglichen Melodien aus 20 berühmten Musicals von Gershwin bis Lloyd-Webber sowie vom Komponisten der "Herzen im Dreivierteltakt" Robert Stolz mitgenommen. Die Sänger Beatrice Fischer und Richard Wiedl und der Moderator Hans Richard Stracke verfolgten dabei die Idee, dass Robert Stolz bei einem Glas Heurigen vom Himmel auf das irdische Geschehen und die aufregende Entwicklung des Musicals herabschaut, es kommentiert und mit seinem eigenen reichen Schaffen in Verbindung bringt. Die erfolgreich umgesetzte Idee der Künstler wurde mit einem ausgiebigen Applaus der Zuhörer belohnt.
Am folgenden Tag fanden weitere interessante Vorträge statt,
darunter auch der Beitrag von Frau Lilo Berg mit dem Thema
"Orientierung im Medizindschungel: Wie finde ich die wichtigsten
Informationen und wie gehe ich damit um - zum Beispiel bei
Brustkrebs?". Frau Berg setzte hierbei die Orientierung, als das
dritte Leitwort der Soodener Gespräche, mit dem Wissen, als eines
der besten Mittel gegen Angst bei Krebspatienten, gleich. Heute
erwartet die moderne Medizin ein Basiswissen über die Krankheit
weil schließlich der Patient mit dem Arzt gemeinsam über die
Therapie entscheiden soll. Dazu brauchen die Patienten nicht nur
eine Vorstellung von Diagnostik, Behandlung und Nachsorge, sondern
müssen auch das medizinische System und ihre Rechte ein wenig
kennen, so Frau Berg. Hierfür teilte die Referentin in ihrem
Vortrag wichtige Informationsquellen, mit dessen Hilfe der Patient
kompetente Antworten auf seine Fragen bekommt, mit.
Wie jedes Jahr hatten die Teilnehmer nach mittags die Gelegenheit
an einer der ins gesamt neun statt findenden Arbeitsgruppen
teilzunehmen.
Im Workshop "Meditation - Stille finden" begab ich mich zusammen mit dem Leiter und weiteren Teilnehmern auf die Suche nach der Antwort auf die folgende Frage: Können wir unsere Gedanken, die ohne Unterbrechung kommen und gehen, einfach mal abschalten? Die Meditation als die "Spurensuche nach dem hier und jetzt" ließ uns alle eine bejahende Antwort auf unsere Frage finden. Des Weiteren unterstützten die besinnliche Atmosphäre des Stillen Raumes der Klinik und die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch die angenehme Stimmung dieses Workshops.
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finden Sie als eventuell neugierig gewordener Leser auf der Homepage der Sonnenberg-Klinik unter www.sonnenberg-klinik.de. Sie haben auch die Möglichkeit direkt mit dem Freundeskreis unter der Telefonnummer 0 56 52 / 5 48 99 Kontakt aufzunehmen.
In Ihrem Terminkalender können Sie auch jetzt schon die Soodener Gespräche 2009 am 18. und 19. September vormerken. |