Wicker-Magazin 15. Ausgabe · Januar-Dezember 2009 · www.wicker-magazin.de
Druckversion vom 08.01.2009
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Seite: Paralympics in Peking


Paralympics in Peking - Mitarbeiter und Ärzte aus der Wicker-Gruppe dabei ...


Dr. Hans-Jürgen Völpel, Pierre Sahm, Markus Feustel, Dr. Dr. Hans-Herbert Vater

Vom 6. bis zum 17. September fanden in Peking die Paralympics 2008 statt. Dabei stand China nur 13 Tage nach Ende der Olympischen Spiele wieder im Fokus der Sportwelt.
Zu diesem Zeitpunkt gingen die paralympischen Athletinnen und Athleten auf Medaillenjagd. Das Interesse von Medien und Zuschauern nimmt mehr und mehr zu. Das zeigte auch die Übertragung der Paralympics in Athen und Turin durch ARD und ZDF für ein Millionenpublikum. In Peking berichteten ARD und ZDF während der Paralympics 2008 im täglichen Wechsel insgesamt 88 Stunden.

Neben Bundespräsident Prof. Dr. Horst Köhler besuchte auch der Sportausschuss des Deutschen Bundestages die Paralympics mit einer Delegation, die genauso viele Mitglieder zählte wie die Bundestags-Delegation während der Olympischen Spiele. "One world - One dream" war der Slogan der Olympischen Spiele und der Paralympischen Spiele von Peking. Er sollte die universellen Werte des olympischen Geistes aus drücken: Einheit, Freundschaft, Fortschritt, Harmonie, Teilnahme und Traum.

Bei den Paralympischen Spielen 2008 in Peking erreichte die paralympische Bewegung eine neue Dimension. Für die Athletinnen und Athleten war die Teilnahme an den paralympischen Spielen ein herausragendes Erlebnis. Neben Platzierungen und Medaillen war vor allen Dingen wichtig, dass die paralympischen Athleten/-Innen durch ihr Auftreten und ihr Verhalten als Leistungssportler/-Innen mit Behinderung die Bundesrepublik Deutschland vertraten. Sie demonstrierten, dass man auch mit körperlichen Einschränkungen herausragenden Sport betreiben kann.

Mit ihren außergewöhnlichen Leistungen machten die Athleten/-Innen anderen Menschen mit Behinderung Mut, den Weg zum Sport zu finden und ihr Leben aktiv zu gestalten.



In Deutschland sind mehr als 350.000 Menschen
mit Behinderung sportlich aktiv.


Für sie ist Sport Ausgleich und Erfüllung, aber auch ein wirksames Mittel, um etwas für die Gesundheit zu tun. Mit der Zielsetzung jungen Behinderten durch Vorbilder aus der Welt des Leistungssports Mut zu machen, trotz Behinderung ihr Leben selbst zu gestalten und mit Freude zu meistern, traten die Deutschen Athletinnen und Athleten in Peking an.

Der Deutsche Behindertensportverband mit seinen 17 Landesorganisationen, der Deutsche Rollstuhlsportverband sowie der Deutsche Schwerhörigensportverband nominierten für die Paralympischen Spiele in Peking am 22. Juni 2008 die 170 Athleten/- Innen umfassende Delegation. Diese ausgewählten Athleten/-Innen repräsentierten 414.000 Mitglieder in rund 4.700 Behinderten- und Versehrtensportgemeinschaften.

Die Deutsche Delegation umfasste neben den 170 Athleten 106 Betreuer, Trainer, Serviceleute, Physiotherapeuten, Krankenpfleger, Ärzte, Delegationsmitglieder und Sicherheitsbeauftragte. Die medizinische Abteilung des Deutschen Paralympic-Teams bestand insgesamt aus 9 Ärzten/-innen und 21 Physiotherapeuten/-Innen, die sich auf die 3 Standorte Peking, Qingdao (Wassersport, Segeln) und Hongkong (Reitsport) verteilten. Von der Werner-Wicker-Klinik in Reinhardshausen waren Piere Sahm als Bundestrainer Rollstuhl-Rugby Herren, Markus Feustel als zuständiger Physiotherapeut für das Rollstuhl- Rugby der Herren sowie der leitende Arzt Dr. Hans-Jürgen Völpel, der die Hauptverantwortung für die medizinische Betreuung des Rollstuhl-Basketballs trug, in Peking vor Ort. Hierbei verbuchte das Deutsche Rolli-Rugby- Team mit starker Bad Wildunger Beteiligung bei den Pekinger Paralympics den 6. Platz. Nach den Engländern war das deutsche Team die zweibeste europäische Mannschaft. Die Goldmedaille ging an die USA vor Australien und Kanada. Die Engländer belegten Platz 4. Im Spiel um Platz 5 unterlag das deutsche Team Neuseeland. Bundestrainer Piere Sahm zeigte sich nach dem schwachen Start der deutschen Rollstuhl-Rugby-Mannschaft mit Platz 6 sehr zufrieden.

Die von Dr. Hans-Jürgen Völpel betreute Rollstuhl-Basketball-Nationalmannschaft der Frauen gelangte nach spannenden Spielen in das Endspiel. Hier unterlag die deutsche Mannschaft nach packendem Finale den USA und gewann die Silbermedaille. Im Vorfeld des Finales hatte Dr. Völpel mit einer Reihe verletzter Spielerinnen alle Hände voll zu tun, um den kompletten Kader in Bestbesetzung für den Bundestrainer im Finale zur Verfügung zu stellen.

Dr. Dr. Hans-Herbert Vater, Ärztlicher Leiter am Institut für Prävention und Sportmedizin, war in Peking neben den Gewichthebern für die ärztliche Betreuung im Fechtsport sowie für die Rollstuhl-Rugby-Nationalmannschaft von Piere Sahm zuständig.

Bei den Gewichthebern errang in der Superschwergewichtsklasse der Thüringer Mario Hochberg, der regelmäßig im Bundesleistungszentrum Gewichtheben in der Werner-Wicker-Klinik trainiert, mit 210 kg im Bankdrücken den hervorragenden 5. Platz. Hiermit war Mario Hochberg bester Europäer. Bundestrainer Thomas Mersdorf zeigte sich äußerst zufrieden.

Resümierend zogen die an den Paralympischen Spielen 2008 beteiligten Wicker-Mitarbeiter Piere Sahm, Markus Feustel, Dr. Hans-Jürgen Völpel und Dr. Dr. Hans-Herbert Vater eine positive Bilanz der Paralympischen Spiele. Mit dem inter nationalen Erfahrungsaustausch wurden sehr positive Eindrücke gewonnen. Die sehr motivierten deutschen Athleten erzielten viele gute Ergebnisse mit teils persönlichen Bestleistungen.



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