
Simone Bär / Dr. Hartmann
Vom Olympischen Geist der Chinesen inspiriert, fand 2008 die
erste hausinterne Ärzteolympiade der Wicker Kliniken in Bad Homburg
stattfand - ein Ereignis, das Ärzten und Physiotherapeuten in
bester Erinnerung bleiben wird.
Ziel des "Wettstreites" war es, den Ärzten unserer Klinik einen
Einblick darüber zu verschaffen, was Physiotherapeuten den ganzen
Tag über machen - wie sie es verstehen, unsere Patienten "zu
beschäftigen" und diesen somit einen individuell erfolgreichen
Reha-Aufenthalt ermöglichen.
Nachdem ein gemeinsamer Termin gefunden war, ging es an die
konkrete Planung: 6 Stationen (Disziplinen), wurden schließlich
festgelegt, welche die Ärzte durchlaufen mussten - wobei auch ein
gruppendynamischer Aspekt berücksichtigt wurde. Am 4. September
2008 kam die Olympische Fackel in Bad Homburg v. d. H an und der
sportliche Wettstreit mit den folgenden Themen konnte
beginnen:
"wie Hüpf ich g’scheit auf’m Pezziball" in der gesteigerte
Wirbelsäulen-Gruppe - "ich trage den Wasserkasten richtig" zum
Thema rückengerechtes Bewegen im Alltag - "Stein für Stein auf
allen Vieren" zur PNF-Technik - "der Schnellste gewinnt" im
Gleichgewichtsparcour mit eingeschränktem Blickfeld - "welcher Arm
wie hoch" im Schulterstuhl - "wir bringen das Propriomed zum
schwingen" oder auch "was sind schon 30 kg" zur Frage einer
Teilbelastung an Unterarmgehstützen - es war von allem für jeden
etwas dabei.
Nach und nach trafen dann gegen 16.00 Uhr alle "Teilnehmer" ein.
Während einige mit dem Aufwärmen beschäftigt waren, diskutierten
andere schon über die Erfolgsaussichten im Wettkampf und mancher
stellte sogar fest, es wären Turnschuhe angebracht.
Dank der Helfer aus der Küche wurden den Teilnehmern kleinere
"Lunchpakete" gestellt, die - wohl in Vorwegnahme eines möglichen
sportlichen Energieverbrauches - binnen Minuten schon zu Beginn
aufgebraucht waren.
Nach Überprüfung des Organisationsteams auf Vollzähligkeit des
Starterfeldes ging es endlich los. "Gruppe A hier bleiben und
Gruppe B bitte sofort mit Herrn Papp in U7!", das war der
Startschuss.
Eine gewisse anfängliche Schüchternheit bei manchem der ärztlichen
Sportler wich rasch einem angenehm-aufgeregten Engagement und es
hatten alle viel Spaß bei den zu bewältigenden Übungen. Auch
sportmedizinisch lief alles "rund", gab es doch keine Verletzungen
zu melden.
Der Ehrgeiz der Teilnehmer war rasch geweckt - ob es nun galt,
Bonuspunkte zu ergattern, möglichst schnell zu sein oder die 30kg
Teilbelastung exakt zu beachten. Wir haben alle viel gelacht!
Dabei kam auch der interdisziplinär fachliche Austausch zwischen
Ärzten und Physiotherapeuten nicht zu kurz.
Der "Sieger der Ärzteolympiade" wurde allerdings erst eine Woche
später benannt - Stillschweigen in der Jury trotz bohrender Fragen
der Ärzte…. nein, der Jury wurde es nicht einfach gemacht!
Im Rahmen des Sommerfestes der Klinik wurde das Geheimnis dann
gelüftet, der Sieger geehrt und alle Teilnehmer mit einer Urkunde
bedacht.
Die Organisatoren bzw. Mithelfer wurden mit einer kleinen
Anerkennung und Dankesworten von der Klinikleitung und den
Teilnehmern bedacht.
Übrigens - Herr Dr. Friedberger (Neurologie) ging als
ungeschlagener Sieger hervor - mit 29 erreichten Punkten ließ er
das Hauptfeld dicht hinter sich. Es bleibt abzuwarten, ob es schon
im nächsten Jahr zu einer Neuauflage des Wettkampfes geben wird
oder vielleicht sogar von ärztlicher Seite eine - "Olympiade für
die Physiotherapeuten" geplant wird.
Mann/Frau ist gespannt - der Spaßfaktor jetzt war für alle
jedenfalls hoch…
Den "Physios" hat es auf alle Fälle sehr viel Freude bereitet und
sie bedanken sich noch einmal ganz herzlich bei allen teilnehmenden
Ärzten der Klinik. "Es war toll!"
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Aktualisiert am 09.01.2009