
Natürliche Fettsenkung beim metabolischen Syndrom
Unter einem metabolischen Syndrom versteht man das gleichzeitige Vorhandensein verschiedener Risikofaktoren, die für Arteriosklerose prädisponieren. Nach der Definition der IDF (International Diabetes Federation) müssen neben Übergewicht (Taillenumfang bei Frauen > 80, bei Männern > 94 cm) noch zwei der folgenden drei Risikofaktoren vorliegen: Hypertonie (> 130/85 mmHg), Fettstoffwechselstörung (Triglyceride > 150 mg/dl und HDL < 40 bei Männern und < 50 mg/dl bei Frauen), Diabetes (Nüchtern- BZ > 110 mg/dl). Ein großer Teil der ernährungsbedingten Kosten in Höhe von ca. 70.000.000.000 (Milliarden!) € pro Jahr sind dem metabolischen Syndrom und dessen Folgekrankheiten geschuldet.
Die konventionelle ist meist eine rein symptomatische Therapie: Der erhöhte Blutdruck wird mit Antihypertensiva, der Diabetes mellitus mit Antidiabetika (von denen z.B. Sulfonylharnstoffe und Insulin die Insulinresistenz sogar noch verstärken), das Übergewicht mit Diäten (die das Übergewicht langfristig eher erhöhen) oder Medikamenten (z.B. Orlistat®, Reduktil® oder Acomplia®, die teilweise erhebliche Nebenwirkungen aufweisen und auch nur solange wirken, wie sie verabreicht werden - danach steigt das Gewicht rasch wieder an) und Lipidsenkern behandelt (die teuer und auch nicht nebenwirkungsfrei sind).
Das beste Medikament der Welt!
Welches Medikament vereinigt die folgenden Wirkungen auf sich:
| Signifikante Senkung | Signifikanter Anstieg |
| Gesamtcholesterin | HDL-Cholesterin |
| LDL-Cholesterin | Körperliche Leistungsfähigkeit |
| Triglyceride | Seelische Stimmung |
| Blutzucker | Sexualleben |
| Blutdruck | Stressbelastbarkeit |
| Herzfrequenz | Entspannung |
| Körpergewicht | Lebensqualität |
| Krebsrisiko | Knochendichte |
| Summe: Reduktion der Sterblichkeit in allen Altersgruppen um etwa ein Drittel! | |
Sport ist nicht nur ein phantastischer Gesamtcholesterin- und
LDL-Senker, es bewirkt auch etwas, was andere Maßnahmen kaum
können. Es führt (nach einigen Monaten) zu einer ausgeprägten
HDL-Steigerung. Ich kann meinen Patienten oft schon anhand ihres
Laborzettels vorlesen, wie viel sie von diesem Medikament in der
letzten Zeit eingenommen haben. Dieses Medikament sollte jeder
gesunde Mensch einnehmen - der Patient mit erhöhten Fettwerten
sowieso. Patienten mit einem niedrigen HDL müssen es nehmen!
Wirkweise:
Statine hemmen das Enzym
Hydroxy-Methyl-Glutaryl-CoenzymA-Reduktase, welches für die
körpereigene Cholesterinsynthese wichtig ist, sie haben die
stärkste Cholesterin senkende Wirkung aller Medikamente, Senkungen
bis 40 % sind möglich.
Gegenanzeigen:
Lebererkrankungen, Cholestase, Muskelerkrankungen, Schwangerschaft,
Stillzeit, gleichzeitige Einnahme von Erythromycin, Ciclosporin,
Fibraten (nur ausnahmsweise), Nikotinsäure unter besonderer
Beobachtung
Nebenwirkungen:
Muskelschmerzen,
Muskelkrämpfe, Anstieg der Leberwerte, Kopfschmerzen,
Schlafstörungen, Müdigkeit, Magen-Darm-Beschwerden,
Hautveränderungen
Vorteile:
Einfache Einnahme einmal täglich abends, sichere
Cholesterinsenkung, bei Risikopatienten Nachweis einer Verlängerung
der Lebenserwartung
Nachteile:
Vereinzelte Todesfälle durch Muskelzerstörung, erhöhtes Risiko von
Nebenwirkungen für Leber und Muskeln bei Kombination mit anderen
Fettsenkern, Q10-Abfall, dieses für den Energiestoffwechsel
wichtige Coenzym hat denselben Syntheseweg wie Cholesterin, diese
Nebenwirkung steht nicht im Beipackzettel!
Präparatebeispiele:
Cranoc®, Denan®, Liprevil®, Mevinacor®, Sortis®, Zocor®
© 1997- Wicker-Gruppe |
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Aktualisiert am 22.12.2008