
Im Frühjahr fasste die Klinikleitung den Entschluss, den Mitarbeitern der Klinik einen gemeinsamen Tagesausflug anzubieten. Die erste Herausforderung bestand darin, welches Ziel ausgewählt werden sollte. So konnten die Mitarbeiter zwischen einem Zoobesuch in Hannover, einer Städtereise nach Erfurt, einem Tagesausflug an und auf dem Edersee und der Tagesreise nach Koblenz entscheiden. Nachdem sich der überwiegende Teil der Belegschaft für Koblenz entschieden hatte, galt es einer weiteren Herausforderung zu begegnen, denn die Zahl der Teilnehmer lag mit über 220 (bei 350 Gesamtpersonal) über den Erwartungen. Um den Ablauf und die Versorgung in der Klinik zu gewährleisten, wurden die Mitarbeiter auf drei Termine im September und Oktober verteilt.
Gegen 7.15 Uhr standen die Busse vor der Klinik zu Abfahrt bereit. Nachdem die Vorräte im Bus verstaut und alle für den jeweiligen Termin geplanten Mitarbeiter anwesend waren, ging die Fahrt in Richtung Boppard los. Die Küchenmitarbeiter der Klinik hatten im Vorfeld zu jedem Ausflug morgens eine deftige Vesper frisch zubereitet. Zirka auf halber Strecke Richtung Boppard wurde dann eine Vesperpause eingelegt, während der die Mitarbeiter neben frischen Schnitzeln und Frikadellen auch leckere Brötchen und Käsehäppchen zu sich nehmen konnten. In Anbetracht des straffen Tagesprogrammes war diese Stärkung sicherlich nötig.
Da nach der Ankunft in Boppard bis zum Ablegen des Schiffes noch etwas Zeit verblieb, nutzten die Kollegen die Gelegenheit zum kurzen Einkaufsbummel oder zur gemütlichen Tasse Kaffee. Um 11.50 Uhr war es dann endlich soweit. Es hieß "Leinen los" zu einer Schifffahrt ab Boppard durch das Unesco Welterbe "Oberes Mittelrheintal" nach Koblenz, vorbei an der Marksburg in Braubach, der einzigen nie zerstörten Höhenburg am Mittelrhein aus dem 13. bis 15. Jahrhundert, über Lahnstein mit der Burg Lahneck und der Johanneskirche bis nach Koblenz, Schiffsanleger nähe Deutschem Eck.
Um 13.30 Uhr hießen uns die erfahren Gästeführer am Busparkplatz Deutsches Eck zu einer kombinierten Altstadt- und Festungsführung herzlich willkommen. Direkt vom Busparkplatz ging es los in Richtung Ehrenbreitstein über eine der beiden Koblenzer Rheinbrücken. Die Festungsanlage Ehrenbreitstein wurde unter preußischer Führung zur bedeutendsten militärarchitektonischen Festungsanlage ihrer Zeit ausgebaut. Die Festung bietet einen herrlichen Ausblick über Koblenz und den Zusammenfluss von Mosel und Rhein. In der anschließenden Altstadtführung war es möglich, sich ein Bild der im 2. Weltkrieg stark zerstörten Koblenzer Altstadt zu machen, die inzwischen wieder liebevoll aufgebaut und restauriert wurde. In Anbetracht der begrenzten Zeit war es leider nur möglich, einen Teil der interessanten Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Selbstverständlich durfte der Schängelbrunnen, ebenso wenig wie die St. Kastor-Basilika und das Deutsche Eck mit dem Reiterstandbild Kaiser Wilhelms I. nicht fehlen.
Nach so viel trockener Kultur musste der Tag noch in einem gemütlichen Weingut ausklingen. Die Familie Spurzem hatte sich in Koblenz-Güls schon auf den Besuch der recht großen Gruppen vorbereitet. Neben einem reichhaltigen Winzerbüffet erwartete uns eine kommentierte Weinprobe, bei der wir unter fachmännischer Anleitung einiges Wissenswerte über den leckeren Rebensaft erfahren konnten. Frisch gestärkt und leicht angeheitert musste dann leider gegen 19.00 Uhr die Rückreise angetreten werden. Bei fröhlicher Stimmung war die Strecke von Koblenz bis nach Bad Wildungen recht schnell bewältigt. Die insgesamt gelungene Veranstaltung wird nach Aussage der Mitarbeiter noch lange in guter Erinnerung bleiben.
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Aktualisiert am 22.12.2008